Irgendetwas ist es, Genossen und Genossinnen in der PDL. Bayern, was ihr falsch macht. – Sogar Sahra Wagenknecht, die ihr demnächst auf dem Münchner Marienplatz für euch sprechen lasst, meint, DIE LINKE. müsse sich fragen, „...wieso es ihr nicht gelingt, die von der SPD enttäuschten Wähler zu gewinnen“. – Da hat sie wohl recht...
Das gilt natürlich nicht nur für die Bundespartei, das gilt insbesondere für DIE LINKE. Bayern: Es gelingt euch nicht, die von den anderen Parteien enttäuschten Wähler zu gewinnen!
Die Frage, woran das liegt, muss sich ganz besonders DIE LINKE. Bayern stellen, denn nicht nur die SPD, auch die CSU serviert euch eure Themen auf dem Silbertablett. Ihr aber schafft es nicht, politisches Kapital daraus zu schlagen!
Da bietet euch eure graue Eminenz, Klaus Ernst, nun seit Jahren wie saures Oktoberfestbier den mit der Sozialdemokratie verheirateten Gewerkschaften an und kein Schwein dort interessiert sich für euch! Habt ihr nicht gemerkt, dass Klaus Ernsts Überlegung, DIE LINKE. als die bessere Sozialdemokratie zu präsentieren, auf das sie massenhaft zum Auffangbecken frustrierter Gewerkschafter werde, zwar schlau sein mag, offensichtlich aber nicht funktioniert. Der Grund dürfte klar sein...
Es ist ja nicht so, dass ihr kein gutes Parteiprogramm hättet oder das ihr nicht die richtigen Forderungen stellen würdet. Und das Argument, DIE LINKE. sei die Nachfolgepartei der SED, hat doch linksaffine Wähler noch nie wirklich interessiert... Nein, der Grund, warum die Menschen euch nicht wählen ist: Sie vertrauen euch nicht! – Sie trauen euch nicht über den Weg!
Nun werdet ihr sagen: Die Medien sind es, die euch totschweigen oder die euch schlecht machen. Einige von euch bemühen sogar reflexartig das Wort „Lügenpresse“, ganz so, wie es die Rechten machen. Irgendwie sind es für euch ja immer irgendwelche Anderen, die ihr für euer Herumdümpeln, deutlich unter der 5%-Marke, verantwortlich macht... Zur Not ist es der politische Gegner oder, wenn ihr so wollt, der „Klassenfeind“. – Wen wunderts.
Die Überlegung, dass die Menschen euch aufmerksam beobachten und sehr wohl mitbekommen, wie ihr in eurer Partei miteinander umgeht, scheint euch völlig fremd zu sein. Klar, sie würde euch zu unangenehmen Einsichten führen, die ihr aber lieber tabuisiert. Es gibt wohl keine andere Organisation, in der selbst die einfachsten Regeln für ein auskömmliches miteinander Umgehen derartig missachtet werden, dass es einen anwidert, wie die Partei DIE LINKE.
Das fängt bei frauenfeindlichem Mobbing an und hört bei intriganter Zersetzung vermeintlicher „Gegenkräfte“ auf. Auf diese Weise habt ihr es geschafft, von 2011 bis heute nahezu die gesamte mittlere Führungsebene, all diejenigen, die ihr Leben lang linke Ziele verfolgten, auf unappetitlichste Weise aus der Partei DIE LINKE. auszugrenzen. Niemand, der den Vorstellungen und Interessen der mit Mandaten und Diäten abgesicherten Führungsriege im Wege steht, hat die Chance, in der Partei DIE LINKE. Bayern politisch zu überleben. Die viel gerühmte Basis ist für diese Subjekte der natürliche Feind.
Lieber Ates Gürpinar, verehrte Eva Bulling-Schröder, die anderen Konsorten möchte ich namentlich gar nicht erwähnen, macht einfach weiter so, die Wähler werden es euch, wenn nicht ein Wunder geschieht, quittieren. Es ist ein Jammer, dass ihr eine historische Chance, DIE LINKE. hatte eine solche, wie Perlen vor die Säue geworfen habt. Diese Erkenntnis ist wohl eurer Säulenheiligen, Sahra, insgeheim auch schon gekommen. – Es ist nur ein Trauerspiel, dass sie den abgefahrenen Zug nun mit rechten Parolen aufs linke Gleis lenken will. Auch dieses Unterfangen wird, das prognostiziere ich schon jetzt, desaströs in die Hose gehen und DIE LINKE. spalten.
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