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Pressebriefing der offiziellen Sprecherin des Außenministeriums Russlands

Russland
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Zur bevorstehenden Teilnahme Sergej Lawrows an den feierlichen Veranstaltungen anlässlich des 30. Jahrestags der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Russischen Föderation und den Teilnehmerstaaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten

Am 19. April findet in der Großen Residenz des Außenministeriums Russlands eine feierliche Eröffnung einer Fotoausstellung anlässlich des 30. Jahrestags der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Russland und GUS-Ländern, unter Teilnahme des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, Botschafter der Länder der Gemeinschaft und Führung der Exekutivstrukturen der GUS, OVKS, EAWU und Unionsstaates Russlands und Belarus statt.

Nach der Veranstaltung wird im Auftrag Sergej Lawrows für die Gäste ein Arbeitsfrühstück organisiert, bei dem es einen Meinungsaustausch zu aktuellen internationalen und regionalen Themen sowie aktuellen Fragen des Zusammenwirkens in der GUS geben wird.

Zum bevorstehenden Treffen Sergej Lawrows mit den Leitern der diplomatischen Missionen der Länder Lateinamerikas und der Karibik, die in Moskau akkreditiert sind

Am 21. April ist ein Treffen des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, mit den in Moskau akkreditierten Leitern der diplomatischen Vertretungen der Staaten Lateinamerikas und Karibik geplant.

Während der traditionell in diesem Format bevorstehenden Veranstaltung soll der aktuelle Zustand der Beziehungen Russlands mit den Ländern der mit uns befreundeten lateinamerikanischen Region erörtert, aussichtsreiche Richtungen des weiteren Zusammenwirkens skizziert werden.

Es soll einen Meinungsaustausch zu aktuellen Fragen der regionalen und internationalen Tagesordnung geben.

Zur Situation in der Ukraine

Vor genau acht Jahren, am 13. April 2014 traf der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine den verbrecherischen Beschluss „Über unverzügliche Maßnahmen zur Überwindung der Terrorgefahr und Aufrechterhaltung der territorialen Integrität der Ukraine“. Am nächsten Tag trat er in Kraft. Unter dem Namen „Antiterroroperation“ begann ein Bürgerkrieg des Kiewer Regimes gegen friedliche Einwohner des Donezbeckens, die sich weigerten, den verfassungswidrigen Staatsstreich der neonazistischen Kräfte anzunehmen. Das alles erfolgte bei einem totalen Schweigen der „Lämmer“ der EU.

Im Laufe von acht Jahren waren wir Augenzeugen der Militärverbrechen des Kiews und Gleichgültigkeit des Westens gegenüber der Tragödie im Donezbecken. Im September 2014 und Februar 2015 unterzeichneten die Kiewer Behörden die Abkommen Minsk-1 und Minsk-2 nach einer militärischen Niederlage seitens der Kräfte der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Unsere Versuche, Kiew dazu zu bewegen, seine Verpflichtungen zu erfüllen, endeten nicht mit Erfolg, darunter wegen der Position der Länder des Westens, die ihr Spiel führten, indem eine militärische Erschließung der Ukraine erfolgte und sie in ein Aufmarschgebiet gegen Russland verwandelt wurde. Dabei deckte man sich mit den Worten über gewisse „Einbeziehung“ in den politischen Prozess der friedlichen Verhandlungen.

Nach der Ausschöpfung der diplomatischen Mittel des Schutzes von Donezbecken und Gewährleistung der eigenen Sicherheit war Russland gezwungen, eine militärische Sonderoperation zu beginnen. Russische Streitkräfte versetzen Angriffe mit Hochpräzisionswaffen gegen Militärobjekte und machen alles Mögliche, um zivile Opfer zu vermeiden.

Dasselbe kann nicht über die ukrainischen bewaffneten Gruppierungen gesagt werden, deren barbarische Methoden der Kampfhandlungen jene erschrecken, die darüber weiß. Doch wie kann man darüber sagen, wenn die führenden Weltmedien der westlichen Welt ein reales Bild nicht zeigen, sondern die Wahrnehmung der Öffentlichkeit ausschließlich ausgehend von propagandistischen Einstellungen bilden, die ihnen Washington und Nato-Strukturen geben? Die ukrainische Seite platziert Panzer und Artillerie in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern. Feuerstellen werden in Wohnhäusern stationiert, um sich mit der Bevölkerung wie mit einem lebendigen Schild zu decken.

Am 8. April dieses Jahres versetzten ukrainische Einheiten einen Angriff mit einer taktischen Rakete Totschka-U gegen den Bahnhof in Kramatorsk. Es kamen Dutzende friedliche Einwohner ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt. Am 14. März dieses Jahres wird mit derselben Rakete ein Angriff gegen Donezk versetzt. Daran erinnern sich jene, die das sahen, denen Medien mitteilten, welches Geschoss es war, von welchem Territorium es kam, wie viele Menschen im Ergebnis ums Leben kamen. Die westliche Gemeinschaft sah ein anderes Bild. Die Tragödie am 14. März in Donezk wurde als Ergebnis der Handlungen der russischen Streitkräfte präsentiert. Das widersprach vollständig der Realität. Damals wurden 17 Menschen getötet und 36 Menschen verletzt. Wo war die Weltgemeinschaft? Sie sagten weder über Zivilopfer, noch über Kinder, Greise, Zivilisten. Genau so wie sie darüber im Laufe von acht Jahren nicht gesprochen haben. Am 5. und 9. April dieses Jahres sprengten ukrainische Einheiten in der Stadt Rubeschnoje (Volksrepublik Lugansk) Zisternen mit Chemiestoffen in die Luft, weshalb es zu einem Ausstoß von Giftstoffen kam.

Vor diesem Hintergrund pumpen die Länder des Westens die Streitkräfte der Ukraine weiterhin mit Waffen, darunter veraltete Modelle aus sowjetischer Produktion, deren Ausmusterung teurer als ihre Übergabe an die Ukraine ist. Eine schreckliche, zynische, verbrecherische Logik. Wozu sollen die westlichen Länder eigenes Geld ausgeben, wenn man das einpacken und in die Ukraine schicken kann, damit der Konflikt überhaupt nie endet und die Opferzahl zunimmt. Dann soll jemand dafür Verantwortung tragen.

Der größte Geldgeber – die USA – lieferte seit Beginn der Operation Waffen im Wert von mehr als 1,7 Mrd. US-Dollar. Alleine in den letzten anderthalb Monaten, gefolgt von der EU – 1,5 Mrd. Euro. Zu anderen Lieferanten der ukrainischen Nazis gehören Großbritannien, Deutschland, Kanada, Baltikum-Länder, Frankreich, Tschechien. Das zeigt erneut, dass die EU nicht mehr eine rein wirtschaftliche Vereinigung ist und sich in Richtung militärpolitische Vereinigung entwickelt. Ich würde sogar sagen – sich in diese Richtung verfällt. Nicht weil militärpolitische Bündnisse schlecht sind, sondern weil das, womit sich jetzt die Nato und die EU befassen, ein Verbrechen ist. Die Versorgung des Regimes, das seit acht Jahren unbewaffnete Staatsbürger traf, obwohl der Konflikt über die zuvor skizzierten Rahmen ausdehnte. Entfachung.

Um die Aufmerksamkeit von eigenen Verbrechen abzulenken, nutzt Kiew Fakes, indem man versucht, den angeblich grausamen Umgang der russischen Militärs mit der Zivilbevölkerung zu zeigen. In der vorigen Woche haben wir die Inszenierung in Butscha ausführlich analysiert. Statt in diese Stadt Gerichtsmediziner zu schicken, wurden da Journalisten und europäische Politiker geschickt. Sie stellten sich keine Frage über die Verhältnismäßigkeit davon, womit sie sich befassen, begannen Fotos zu machen, Interview im Zentrum der Stadt zu geben, wo sich eine verbrecherische Provokation des Kiewer Regimes ereignete, das sie selbst schufen und ausrüsteten. Man stellt sich die Frage – ist es die Grenze des Zynismus oder kann es noch Heldentaten des kollektiven Westens in dieser Richtung geben? Ja, man kann noch tiefer fallen, als das, was jetzt mit den Ländern des kollektiven Westens, vor allem der USA, und der Nato passiert.

Bemerkenswert ist, dass die Leichen, die bei der Inszenierung in Butscha zynisch genutzt wurden, nicht beerdigt wurden, damit die Führung der EU – Ursula von der Leyen und Josep Borrell – nach fünf Tagen sich vor ihnen fotografieren lassen können. Zumindest vor dem Hintergrund der schwarzen Säcke. Das ist sogar jenseits der Grenze eines inszenierten Tricks. Es soll doch irgendwelche Rahmen geben. Wir sind Menschen. Wir wohnen auf einem Planeten. Etwas soll doch in den Herzen der westlichen Politiker sein. Nicht alles kann zynisch verraten werden. Jetzt bereitet Kiew neue Inszenierungen in den Ortschaften Seredina-Buda und Nischnaja Syrowatka des Gebiets Sumy, wo sich früher russische Truppen befanden. Wir rufen dazu auf, diesen und anderen Provokationen nicht zu folgen.

 Es kommen immer neue eklatante Fakten der illegalen Abrechnungen und Misshandelns der ukrainischen Extremisten gegenüber festgehaltenen russischen Militärs ans Licht. Im Westen tut man so, als man die zahlreichen Videos im Internet nicht bemerkt. Wir erwarten, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und andere Organisationen auf dem Einhalten der Normen des internationalen humanitären Rechts durch Kiew beharren werden. Nach meinen Angaben macht das Kiewer Regime alles, um der humanitären Mission des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz Widerstand zu leisten.

Wir streben weiterhin die Freilassung und Übergabe der Russen, die von ukrainischen Einheiten festgehalten werden, an. Vor einigen Tagen wurden vier Mitarbeiter der Firma „Atomspeztrans“, die vor anderthalb Monaten Nuklearbrennstoff zum AKW Rowen gebracht hatten, und seit dieser Zeit von Kiew illegal festgehalten wurden, in die Heimat gebracht. Wir rufen die IAEO und andere internationale Strukturen dazu auf, eine rechtliche Einschätzung für solche Handlungen zu geben.

Gestern informierte der Präsident der Ukraine Wladimir Selenski über die Festnahme des Chefs der Partei „Oppositionsplattform – Für das Leben“, Viktor Medwedtschuk, und die Bereitschaft, ihn gegen Militärs der Ukraine auszutauschen. Wir halten eine solche Tendenz für äußerst gefährlich angesichts der Tatsache, dass es im Land sehr viele oppositionelle Politiker und gesellschaftliche Vertreter gibt. Wir hatten mit solcher Taktik in den 1990er-Jahre im Nordkaukasus zu tun. Journalisten, Gesellschaftsvertreter und Politiker, darunter ausländische, wurden aktiv in das Konfliktgebiet gerufen, wo Extremisten und Terroristen vorgingen. Dann wurden sie entführt und für sie ein Lösegeld gefordert. Ihr Schicksal war verschieden. Diese Taktik erinnert daran, was jetzt in der Ukraine vor sich geht. Die Erklärungen des Kiewer Regimes ähneln dem, was unser Land im Nordkaukasus in den 1990er-Jahren erlebte.

Unsererseits widmen wir viel Aufmerksamkeit der humanitären Situation in der Ukraine. Seit Beginn der Militäroperation wurden in die Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie in die ukrainischen Gebiete Charkow, Saporoschje und Cherson mehr als 13 Tonnen humanitäre Frachten geliefert, darunter Bedarfsgüter, Medikamente und Lebensmittel.

Die Streitkräfte Russlands öffnen jeden Tag humanitäre Korridore, damit friedliche Einwohner gefährliche Gebiete verlassen können. Seit Beginn der Operation reisten mehr als 740.000 Menschen, darunter 140.000 Kinder, in unser Land aus. Es wurde der Meereskorridor für die Ausfahrt der in den Häfen der Ukraine blockierten ausländischen Schiffe geöffnet. Doch Kiew weigert sich, den friedlichen Einwohnern, die Möglichkeit der Ausreise in Richtung Russlands zu gewähren, und hält ausländische Schiffe und Besatzungsmitglieder fest. Es gibt jetzt 76 Schiffe aus 18 Ländern.

Es dauern russisch-ukrainische Verhandlungen zum Vertrag über die Regelung der Situation in der Ukraine an. Sie werden im Online-Format geführt. Auf der Tagesordnung stehen die Fragen des neutralen, blockfreien und nuklearfreien Statuses der Ukraine, ihre Demilitarisierung und Entnazifizierung, Wiederherstellung des Statuses der russischen Sprache, Anerkennung der territorialen Realien, einschließlich der russischen Zugehörigkeit der Krim und Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Leider richtet die ukrainische Seite, wie es im Laufe von sieben Jahren in der Kontaktgruppe und im Normandieformat war, die Anstrengungen nicht auf das Erreichen der Vereinbarungen, sondern Verzögerung der Verhandlungen.

Wir kennen diese Taktik. Das führte gerade zum Februar 2022. Jedes Mal sahen wir während der Verhandlungen, die die ukrainische Seite nicht existierendes erfindet, das Reale ablehnt. Die ukrainische Seite nannte das „freche offensive Diplomatie“, die das Land zum Erfolg bringen sollte. Jetzt beobachten wir alle diesen „Erfolg“. Wollen sie ihn festigen, wiederholen? Dann soll man eigenen Staatsbürgern ehrlich sagen, dass sie nicht den Weg der Verhandlungen gehen wollen. Das interessiert sie nicht.

Ihnen passt, was ihre Sponsoren in der EU vor einigen Tagen gesagt haben. Josep Borrell rief dazu auf, die Situation nicht auf dem friedlichen Wege, sondern auf dem Schlachtfeld zu lösen. Die EU-Länder können nicht verstehen – machte er diese Erklärung in ihrem Namen? Wurde das mit ihnen irgendwie abgestimmt? Ist es eine kollektive Position der EU oder eine persönliche Meinung, Hoffnungen, Nachtträume Josep Borrells? Vielleicht ist es so – seine Assistenten und Umfeld sind so gebildet, dass am notwendigen Zeitpunkt Tweets veröffentlicht werden, die nicht mit jemandem abgestimmt werden, sondern aus einem richtigen Ort geschickt und als Position der EU veröffentlicht werden. EU-Mitgliedsstaaten, Journalisten, Politiker versuchten zu präzisieren, warum Josep Borrell zum Krieg statt Frieden aufruft. Die Teilnehmerstaaten können nicht verstehen – ist es ihre Position? Wurden sie darüber gefragt?

Zum Schluss möchte ich nochmals bestätigen. Die Lieferungen westlicher Waffen an Kiew, terroristische Methoden der Führung der Kampfhandlungen von ukrainischen bewaffneten Einheiten, Einschüchterung, Propaganda, Fakes, Desinformation, Drohungen – das alles wird die Erfüllung der Ziele und Aufgaben der militärischen Sonderoperation zur Befreiung von Donezbecken, Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine und Beseitigung der Bedrohungen für Russland, die von ihrem Territorium ausgingen, nicht stören.

Das sagte mehrmals die Führung unseres Landes und das Außenministerium Russlands.

Zur Besprechung des Raketenbeschusses von Kramatorsk durch die ukrainische Seite in der OSZE

Am 8. April, dem Tag eines weiteren barbarischen Verbrechens der bewaffneten Einheiten der Ukraine gegen Zivilbevölkerung – Raketenbeschuss des Bahnhofplatzes in Kramatorsk – beantragte die russische Seite initiativreich beim polnischen Amtierenden Vorsitz der OSZE eine Sondersitzung des Ständigen Rats. Wir schlugen vor, das Thema rein faktenbezogen und mit einer neutralen Bezeichnung der Tagesordnung zu besprechen, damit alle Teilnehmerstaaten die Möglichkeit haben, ihre Position frei zum Ausdruck zu bringen, das zu klären, was in der Tat geschah. Es wurde vorgeschlagen, konkrete Aspekte zu besprechen, ohne im Voraus politisierte und polarisierte Herangehensweisen.

Doch der Vorsitz weigerte sich zuerst und rief dann unter Berufung auf eine ähnliche Anfrage der ukrainischen Delegation eine Sitzung des Ständigen Rats mit einer offen konfrontativen Formulierung "über andauernde russische Aggression gegen die Ukraine" zusammen. Erinnert das nicht an etwas? Vor einer Woche machte dasselbe Großbritannien, das den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat hat. Russland wollte eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Thema Butscha einberufen. Uns wurde das zweimal verweigert. Dann wurde gesagt, dass auf Programm bereits eine Ukraine-Sitzung steht, die durchgeführt werden soll – ohne außerordentliche Sitzungen. Sie wissen, was weiter war.

Dieselbe Taktik. Die Länder richten sich nach derselben Logik. Das ist wichtig zu verstehen. Sie interessiert nicht die Frage, wie es in der Tat dazu kam, welche Angaben, Fakten, Informationen es auf dem Boden gibt. Sie interessiert die Umsetzung des Kurses und Herangehensweisen, die im Voraus gebildet wurden – nicht gestern, nicht vor einem Monat, sondern im Laufe von acht Jahren.

Damit wurde erneut das Mandat des Vorsitzes, das von Warschau die Erfüllung der Funktionen eines fairen Händlers erfordert, grob verletzt – keine parteiliche Position, sondern Erfüllung der Vorsitz-Funktionen (Logistik, Gewährleistung, Organisation u.a.). Stattdessen schlug Polen vor, die Position der Ukraine und ihrer westlichen Schutzherren durchzusetzen.

Die Sitzung eines Direktivorgans der OSZE zu einer ernsthaften Frage wurde bereits in eine traditionell gewordene antirussische Show verwandelt. Wir führten objektive Angaben an, darunter die von ausländischen Journalisten (also nicht der russischen) festgestellten Fakten des Einsatzes der Rakete Totschka-U, die im Dienst der Streitkräfte der Ukraine, nicht Russlands, steht. Seitens des Westens gab es nur ein Strom unbegründeter Vorwürfe, Emotionen und Beleidigungen, Schimpfwörter u.a. Hier soll es nur ein Herangehen geben – ihnen die Zeit geben, damit sie sich beruhigen. Das ist sogar nicht der Versuch, die Situation in Richtung der Normalisierung, Verhandlungen zu bringen. Im Gegenteil. Sie können sogar nicht formulieren, was uns vorgeworfen wird. Ein bewusstloser Strom. Weil sie nichts zu sagen haben. Menschen greifen zu Geschrei, Frechheit und Schimpfwörtern, wenn es keine Argumente gibt. Und es gibt sie nicht. Die ganze ausgedachte Geschichte zerfällt vor den Augen. Obwohl die medialen Möglichkeiten des Westens mit „Kampfgeschossen“ gegen Russland geladen sind, werden sie selbst jedes Mal durch Lüge, Fakes getroffen.

Wir müssen erneut eine toxische, russlandfeindliche Atmosphäre in der OSZE feststellen. Sie wird absichtlich geschafft. Sie wird von den Beamten der Organisation mit dem polnischen Amtierenden Vorsitz an der Spitze entfacht. Allerdings teilen wir wahrhafte Informationen über die Situation in der Ukraine weiterhin auf der Wiener Plattform mit. Auch wenn sich einzelne Westler während unseres Berichts sich wie in einem wilden Zirkus benehmen – aufspringen, den Saal verlassen, schreien, in die Kantine gehen, wobei sie Angst haben, die wahre Lage zu erfahren, die ihnen in Form der Auftritte, Informationen, Angaben angeboten wird. Ich sehe das nach westlichen Journalisten, mit denen ich spreche und Interview gebe. Bei der Antwort auf die Frage versuche ich, ihnen Materialien zu zeigen – sie wenden sich ab. Ich habe so etwas noch nie gesehen. Sie winken mit den Händen, damit ihnen nichts gezeigt wird. Als ob sie Angst vor der Wahrheit haben. Sie befürchten, dass sie sich erlauben werden, von der im Voraus gebildeten Position abzuweichen. Sie werden unter vier Augen mit der Wahrheit sein. Dann wird es schrecklich sein.

Wir schlagen allen Interessierten vor, die Reden unseres Ständigen Vertreters bei der OSZE und andere Materialien auf der Webseite des Außenministeriums Russlands, in Accounts in Sozialen Netzwerken zu lesen. Wir antworten auf die Fragen, kommentieren es ausführlich, mit allen Fakten.

Zum Ausschluss des Bataillons „Asow“ aus der „Übersicht der Situation im Bereich internationaler Terrorismus“ durch Japan

Ich habe vieles gesehen, aber so etwas von japanischen Politikern nicht erwartet. Auf der einen Seite gibt es da nichts Verwunderliches, ausgehend von der antirussischen Einstellung der jetzigen Führung in Tokio. Dabei bemerkenswert ist der Zynismus, mit dem sie einen der wichtigen Aspekte dieser Geschichte um die Ukraine betrachten.

Die japanische Seite nahm die Erwähnung des ukrainischen nationalistischen Bataillons „Asow“ aus der „Übersicht der Situation im Bereich internationaler Terrorismus“ 2021 weg. In Japan gibt es eine Liste der Terrororganisationen bzw. der von ihnen begangenen Übeltaten. Sie wurde veröffentlicht ausgehend von Informationen, die im vergangenen Jahr erhalten wurden. Faktenbezogene Angaben, die die japanischen Forscher (Diplomaten, internationale Experten, Journalisten) sammelten. Jetzt machten sie einen Ausschnitt. Doch das ist nicht das Schrecklichste.

Japanische Spezialisten entschuldigten sich dafür, dass diese Einheit in die erwähnte Liste der Terrororganisationen aufgenommen worden war. Als ob sie auf einmal vergaßen, dass Asow mehrmals an blutigen Verbrechen im Donezbecken beteiligt war. Tokio zeigte sich als Helfershelfer des Neonazismus.

Leider ist es in der Geschichte Japans nicht der erste Fall, wenn die Regierung des Landes die Seite der unmenschlichen Regimes einnimmt. Japan zog nicht die Lehre aus dem Bündnis mit dem faschistischen Deutschland, und ist heute nach den Taten ihres Militärs im Zweiten Weltkrieg bereit, ihre „ideologischen Gleichgesinnten“, wie es in der Administration von Fumio Kishida hervorgehoben wird, zu decken.

Tokio vergaß wohl daran, wie die Staatsbürger Japans noch vor kurzem Terrorangriffen in verschiedenen Regionen der Welt ausgesetzt waren. Russland leistete dabei mehrmals aktive Unterstützung bei der Regelung solcher Vorfälle.

Mit dem Reinwaschen der Terroristen und Neonazis schadet die japanische Seite in erster Linie der eigenen Sicherheit.

Zur Ergreifung eines Objektes russischer diplomatischer Immobilien in Warschau durch polnische Behörden

Die polnischen Behörden ergriffen Objekte russischer diplomatischer Immobilien in Warschau in der Sobieski-Straße 100. Das sind rechtswidrige Handlungen.

Man möchte daran erinnern, dass das Grundstück für den Bau dieses Objekts gemäß dem Zwischenregierungsabkommen vom 27. Dezember 1974 bereitgestellt wurde. Das Gebäude wurde von der sowjetischen Seite auf legitimer Grundlage, auf eigene Kosten gebaut und ist diplomatisches Eigentum der Russischen Föderation. Damit sind die Handlungen der polnischen Seite eine grobe Verletzung des Völkerrechts, einschließlich des bilateralen Zwischenregierungsabkommens und des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen 1961. Eine Frage an Warschau: Haben Sie keine Gebäude mehr? Sind sie so arm? Haben Sie nichts mehr? Greifen Sie zu Diebstahl? Ist das alles, wozu die polnische Administration imstande ist? Hätten Sie das früher gesagt, hätten wir gerne darüber gewusst.

Besonders beschämend sieht in dieser Situation die Position des Außenministeriums Polens aus, das statt den Schutz der ausländischen diplomatischen Vertretung vor den Angriffen auf sein Eigentum zu gewährleisten, sagte, dass es das Verfahren der Wegnahme und Übergabe des Gebäude in der Sobieski-Straße 100 an die Staatskasse „zufriedenstellend annehme“.

Das polnische Außenministerium befasst sich dabei mit Demagogie, wobei man über die Beseitigung der Disparität im Bereich Immobilien in den russisch-polnischen Beziehungen spricht. Wird Diebstahl jetzt so genannt? Ich habe das nicht gewusst. Ich würde das diplomatische Wörterbuch ergänzen.

Das Ministerium weiß sehr gut, dass die russische Seite in den letzten zwei Jahren zur Regelung dieses Problems aktiv und gezielt arbeitete, im Juli 2021 übergaben wir dem Botschafter Polens in Russland eine Liste der Immobilienobjekte, die der polnischen Seite zur Übergabe bereit wären. Es verzichtete aber auf einen Dialog.

Wir müssen erneut bestätigen, dass jeder unfreundlicher Schritt Warschaus eine adäquate und effektive Antwort unserer Seite nach sich ziehen wird.

Zum 40. Jahrestag des argentinisch-britischen Konfliktes um Malwinen (Falklandinseln)

Es sind 40 Jahre seit Beginn des bewaffneten Konfliktes zwischen Argentinien und Großbritannien wegen des Streites um die Souveränität der Malwinen (Falklandinseln). Obwohl es sich um alte Ereignisse auf der fernen Inselgruppe im Südatlantik handelt, wird dieses Thema jetzt aktiv auf internationalen Plattformen besprochen und bleibt aktuell, darunter aus der Sicht der Wichtigkeit der gegenseitigen Berücksichtigung der Interessen während Verhandlungen zu schweren internationalen Problemen.

Trotz zahlreicher Resolutionen der UNO, die die einbezogenen Seiten dazu aufrufen, unverzüglich Verhandlungen zur Lösung der Frage um Malwinen mit friedlichen Mitteln zu beginnen, zeigt die Regierung Großbritanniens weiterhin den fehlenden Wunsch, einen direkten Dialog mit Argentinien zu dieser Problematik aufzunehmen. Solche offensichtliche Vernachlässigung der Meinung der Weltgemeinschaft macht keine Ehre für den Staat, der ein ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats ist.

Dabei handelt es sich nicht nur um den Verzicht Londons auf einen Dialog mit Buenos Aires, sondern auch Versuche der Briten, den Status der Inselgruppe via Aufbau der Wirtschaftstätigkeit dort, Militarisierung der Inseln und nahegelegener Territorialgewässer de facto zu ändern.

Man möchte an die Verpflichtungen der Seiten gemäß dem Vertrag über das Verbot von Kernwaffen in Lateinamerika (Vertrag von Tlatelolco) und Zusatzprotokolle dazu erinnern. Vor kurzem kamen Archivfakten über die Stationierung der nuklearen Anti-U-Boot-Waffen auf britischen Schiffen, die an den Kriegshandlungen in der Zone der Malwinen (Falklandinseln) teilnahmen, ans Licht. Wir unterstützen die Forderung Argentiniens über die Bereitstellung der Garantien des Fehlens solcher Waffen auf den im Südatlantik versenkten Schiffen durch Großbritannien.

Man möchte auf die Doppelstandards bei den Herangehensweisen Großbritanniens gegenüber der Inselgruppe aufmerksam machen. London erklärt, dass der Status dieser Inseln angeblich während des Referendums im März 2013 endgültig bestimmt wurde. Dabei verwirrt es nicht die Tatsache, dass an der Abstimmung vor allem die auf Malwinen lebenden britischen Staatsbürger teilnahmen, die mit der überwiegenden Mehrheit der Stimmen (99,3 Prozent) beschlossen, den Status des britischen überseeischen Gebiets für die Inseln beizubehalten.

Es stellt sich die Frage: Warum halten die Briten die Ergebnisse dieses Referendums für ausreichend für die Bestimmung des Statuses der umstrittenen Gebiete, weigern sich aber, die freie Willensäußerung der Bevölkerung der Krim und Donezbeckens anzuerkennen, die eindeutig für die Unabhängigkeit von der Ukraine und den Beitritt der Krim zu Russland abstimmten?

Mit anderen Worten – die Situation um die Malwinen zeigt anschaulich, inwieweit das Verhalten der Briten zu einer jeweiligen internationalen Frage von konjunkturbedingten Einstellungen bestimmt wird und nicht vom Geiste des Gesetzes, sondern von der aktuellen politischen Zweckmäßigkeit abhängt. In diesem Sinne haben die Lehren des Falklandkriegs eine direkte und eindeutige Projizierung auf die aktuellen Ereignisse. Einfach um zu verstehen, wer und wie historisch in eigenen Interessen vorging, indem man zu solchen Methoden griff. Es wurde nie Verantwortung dafür getragen.

Man möchte erneut die Unveränderlichkeit der russischen Position zur Problematik der Malwinen (Falklandinseln) hervorheben. Wir treten für die Notwendigkeit der schnellstmöglichen Wiederaufnahme der direkten Verhandlungen zwischen Argentinien und Großbritannien zu einer friedlichen und endgültigen Regelung des Streites um die Souveränität gemäß den Resolutionen der UNO ein.

Wir halten es für wichtig, sich der Schritte zu enthalten, die den Beginn der oben genannten Verhandlungen erschweren können. Wir gehen von der Unzulässigkeit der Militarisierung der Region Südatlantiks und der Notwendigkeit eines strikten Einhaltens der internationalen Verpflichtungen durch die Seiten, darunter die von ihnen gemäß dem Vertrag von Tlatelolco und Zusatzprotokollen übernommen wurden.

Das von Großbritannien durchgeführte Referendum auf Malwinen zu den Fragen ihrer Zugehörigkeit beeinflusste nicht die russische Position und wird von uns nicht als die Anerkennung der Souveränität Londons über die Inseln betrachtet.

Zu den britischen kolonialen und neokolonialen Praktiken

Das Thema ist historisch, ist aber direkt mit dem heutigen Tagen verbunden. Ab und zu bekommen wir interessante Veröffentlichungen. Wir führen russische Artikel an, zitieren manchmal auch westliche Artikel, damit keine Fragen über unsere Parteilichkeit entstehen. 

Einer solcher Veröffentlichungen wurde der Artikel „The British Empire Was Much Worse Than You Realize“ in der Zeitung „The New Yorker“. Der Autor – Sunil Khilnani, Professor für Politologie und Geschichte an der indischen Ashoka-Universität. Früher war er Professor für Politologie und Direktor des India Institute beim King's College London. Mit zahlreichen Hinweisen auf angesehene westliche Forscher beweist der Autor, dass die blutigen Praktiken des britischen Kolonialismus, verdeckt hinter dem Mythos über ein „liberales Reich“ immer noch nach ihren Forschern und vielleicht Richtern warten. Es ist empfehlenswert für alle Liebhaber der britischen Tradition des Liberalismus.

Unsererseits vergewisserten wir uns erneut in der Rechtzeitigkeit der Entstehung unserer neuen Rubrik „Historische Materialien“ auf der Webseite des Ministeriums. Die darin enthaltenen Fakten fanden Widerspiegelung in diesem Artikel und bekamen sogar gewisse konzeptuelle Besinnung. Ein paar Zitate, um zu verstehen, wer uns jetzt Leviten liest.

„Mehr als ein halbes Jahrhundert nachdem das Britische Imperium seinen letzten Akkord genommen hatte, können Historiker immer noch nicht eine komplexe Einschätzung für das blutige Massaker, umhüllt von Heuchelei und später einer Menge von Dokumenten, die vor dem letzten Ausgang entflammten, geben. Die größte Vorstellung von dem Schaden, der den Kolonien zugefügt wurde, bekommt man in der Regel aus regionalen Zentren… Südafrika, Indien, Irland, Palästina, Malaya, Kenia, Zypern und Aden. Es stellt sich eine Gesetzmäßigkeit heraus, die nur langfristig offensichtlich ist. Das militärische und polizeiliche Personal reiste durch das Reich und verbreitete die Methoden der Unterdrückung, und hochrangige Beamten hinderten nur selten daran. Stattdessen verliehen sie der Gewalt die Kraft des Gesetzes, wobei immer mehr Grausamkeit unterstützt wurde.

Eine wilde Praxis der Erschießung der indischen Sipaya aus Kanonen nach dem Aufstand 1857, Mord an Mahdisten aus Maxim-Gewehren in den 90er-Jahren des 19. Jh (Sudan), Nutzung der KZ-Lager in englisch-burischen Kriegen, Massenmorde an friedlichen Demonstranten in Amritsar (Indien, 1919), Bestrafungsmorde und Beraubung des zivilen Eigentums in Irland – das alles war ein Aufwärmen für das Britische Reich. Britische militante Kräfte wurden ein Ausgangspunkt für noch schärfere Regierungskultur, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Kontrolle wiederherstellen wollte, als das Reich koloniale Ressourcen zum Umbau der erschöpften Wirtschaft und Festigung des schwächer werdenden geopolitischen Statuses brauchte“.

Ein anschauliches Beispiel der britischen Strategie der Aufrechterhaltung der kolonialen Herrschaft (bereits in der Epoche der UNO!) wurde Khilnani zufolge die Unterdrückung des kenianischen Volkes Kikuyu. Kolonialherren versuchten seit Jahrzehnten, seinen Widerstand mit Festnahmen, Prügeleien, Hunger, Folterungen, Zwangsarbeit, Vergewaltigungen und Kastrationen zu brechen. Als Antwort auf einen Aufstand, der Mau-Mau genannt wurde, wurde 1957 auf Initiative eines Gouverneurs die harte Kampagne „Operation Progress“ aufgenommen. Mehr als eine Million Männer, Frauen und Kinder wurden in die auf dem Lande befindlichen Ortschaften und KZ-Lager, umringt mit Stacheldraht, zur Umerziehung getrieben.

Das sind englische Traditionen. Die der Menschen, die jetzt uns Leviten lesen. Sehen sie sich selbst an. Wir verstehen, dass die britische Außenministerin Liz Truss die Geschichte für nicht aktuell betrachtet, schlägt vor, nur von den Realien des heutigen Tages auszugehen. Doch sie wollen das sogar nicht sehen. Aus einem einfachen Grund – sobald sie die heutigen Realien sehen, werden sie ein Teil der morgigen Geschichte. Für sie gibt es keine Geschichte. Aber in der Tat gibt es sie.

Beim Sammeln und Fragen nach Beweisen in Bezug auf die Klagen der Betroffenen gab die britische Regierung zu, dass aus Kenia und 36 anderen ehemaligen Besitzen große Kolonialarchive ausgeführt wurden. Dokumente wurden in einem geheimen Lager in Hanslope Park versteckt, der vom britischen Außenministerium mit den britischen Sicherheitsdiensten geteilt wurde. Entwickelte Demokratien benehmen sich immer so.

Was war in diesen Archiven, dass sie so zuverlässig versteckt werden sollten? Am wichtigsten wohl – gar nicht liberale Instrumente der Reichsregierung. So kamen aus Irland militante Methoden und Einsatz von Panzerwagen, aus Mesopotamien – Erfahrung der Luftangriffe und Beschuss von Dörfern, aus Südafrika – Nutzung von Dobermann-Hunden zum Finden und Angriffe auf Verdächtige, aus Indien – Methoden des Verhörs und systematische Nutzung der Einzel-Inhaftierung, aus der Nordwestlichen Provinz (Pakistan) – Nutzung der lebendigen Schilde. Das ähnelt so sehr dem, was die britischen Instrukteure jetzt ukrainischen Neonazis beibringen. Sie haben eine reiche Erfahrung. Sie übten an Menschen, die sie nicht als gleich betrachteten. Diese gefallene Fahne des Terrors kann nun weiter gegeben werden. Womit sie sich die letzten Jahre in der Ukraine befassen.

Ein britischer Soldat erinnerte sich an die Nutzung der arabischen Häftlinge: „Bei der Entdeckung der Landminen wurden sie gerade von ihnen in die Luft gesprengt. Ziemlich gemein, aber es gefiel uns“. Jetzt sehen wir Dasselbe. „Ziemlich gemein“ ist, Waffen an die Ukraine zu liefern. Jetzt werden sie genutzt, um Menschen mit besonderer Grausamkeit zu töten. Wir sehen, was in diesen Jahren mit den Bataillonen „Asow“ wurde. Diese Menschen wurden in ihrer Menschenhass-Ideologie nur härter. „Ziemlich gemein“ ist es für Großbritannien, Geld, Waffen bereitzustellen, andere aufzurufen. Doch wie sich ein britischer Soldat erinnerte, der sah, wie arabische Häftlinge an Landminen gesprengt wurden, „gefiel das ihnen“. Die Grausamkeit, die geerbt wird. Ein Teil der imperialen Ideologie. Sie verschwand nicht, starb nicht. Sie wurde einfach getarnt als „entwickelte Demokratie“, „Liberalismus“, „Freiheiten“ versteckt.

Andere Methoden wurden wohl von den Briten in Palästina entwickelt – nächtliche Luftangriffe auf verdächtige Gemeinden, Käfer unter offenem Himmel für Bewohner der Dörfer, massiver Abriss der Häuser. Mit der Vervollkommnung dieser Taktik an Palästinensern bekamen Offiziere Fertigkeiten, die sie später beim Dienst in Aden (Süden des heutigen Jemen), an der Goldenen Küste (Ghana), in Nordrhodesien (Sambia), Kenia und Zypern nutzten. Palästina wurde ein Trainingslager der Bestrafer des Reichs. Genau so, wie für sie jetzt das ukrainische Aufmarschgebiet wurde. Sie arbeiteten dort ebenfalls die Praktiken durch, die später auf unserem Territorium angewendet werden sollten.

Wozu erinnern wir uns heute an die finstere koloniale Vergangenheit Großbritanniens und der ganzen Welt? Sie erinnern selbst daran. Wir hätten das lieber vergossen. Es ist abscheulich, aber man soll das wissen. Deswegen erinnern wir sie an ihre Geschichte. Die Methoden Londons verschwanden nicht. Sie werden erfolgreich exportiert und genutzt. Das sahen wir am Beispiel der Ukraine. Die Methoden der Unterdrückung von Donezbecken wurden wohl von britischen Instrukteuren und politischen Mentoren beigebracht. Man kennt diese Methode.

Zudem bereitet das Kiewer Regime nach Angaben unseres Verteidigungsministeriums unter Leitung der erfahrenen Sicherheitsdienste Großbritanniens weitere lügnerische Provokationen vor, um einen angeblich grausamen Umgang mit der Bevölkerung des Gebiets Sumy in der Ukraine uns zur Last zu legen. Wem erzählen sie über Grausamkeit? Sahen sie, was nationalistische Bataillone mit Kriegsgefangenen machen? Es spielt keine Rolle, aus welchem Land. Man darf sich so mit niemandem benehmen. Militärs benehmen sich so nicht – nur Extremisten, Terroristen und einfach kranke Menschen. Sie schießen auf die Beine, stechen Augen aus, verprügeln. Das alles wird aufgenommen, ins Netz gestellt, ohne zu fürchten, dass sie nach diesen Aufnahmen entdeckt werden. Das ist der Gegenstand vom besonderen Stolz der ukrainischen Neonazis. Sie haben die Lehren gut gelernt. Es waren Nato-Instrukteure, darunter aus Großbritannien.

Laut britischen Regisseuren töteten Einheiten der russischen Truppen beim Rückzug angeblich massiv die friedlichen Einwohner und verhöhnten sie. Ein weiterer Fake ist für die Entfachung in den westlichen Medien bestimmt. Sein Ziel ist die weitere Entfachung des Russlandhasses.

Wird die ganze Weltgemeinschaft einst die Rolle Londons begreifen? Die Staatsbürger der Ukraine, die jetzt als typisches koloniales Verbrauchsmaterial genutzt werden?

Zwei Europas, oder wie man Nachrichten im historischen Kontext lesen sollte

Medienberichten zufolge hat die schwedische Gewerkschaft der Hafenarbeiter beschlossen, mit Russland verbundene Schiffe zu sperren. Laut der entsprechenden Mitteilung des Unternehmens wurde an den Infrastrukturminister Tomas Eneroth ein Brief mit der Forderung geschickt, russischen Schiffen zu untersagen, die schwedischen Häfen anzulaufen. Andernfalls würde die Gewerkschaft die Blockade selbst initiieren. „Wir haben die Arbeitgeber- und Vermittlerorganisation informiert, dass die Blockade verhängt wird“, erläuterte der Vizevorsitzende der Gewerkschaft, Erik Helgelson.

Es wurde die „Blockade“ gegen die Russen verhängt. Also gegen russische Seeleute, gegen unsere Handelsflotte und ihren größten Hafen an der Ostsee – St. Petersburg. Nochmal: Schweden hat Blockade gegen unseren Haupthafen in St. Petersburg verhängt. Erinnert das Sie nicht an etwas? Das ist nicht die erste Blockade in der Geschichte unserer „Nördlichen Hauptstadt“. Aber Sie wissen inzwischen nichts davon. Man erzählt Ihnen nur, dass die Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs alle „gerettet“ und „befreit“ hätten und Ihnen „die Freiheit gebracht“. Und „bedroht“ wurde man von der Sowjetunion und Deutschland? Das stimmt aber gar nicht! Die schwedische Gewerkschaft hat sich auf die gleiche Stufe mit den Nazis gestellt. Obwohl sie wohl wieder glaubt, auf der richtigen Seite der Geschichte zu sein.

Während des Großen vaterländischen Krieg hatten die Nazis auch eine „sehenswerte“ europäische „Union“ um Leningrad gebildet. Auch Hunderte schwedische Freiwillige waren dabei. Sie sollten ja nachgucken, vielleicht gibt es unter den heutigen Aktivisten Verwandte der Menschen, die damals, vor 80 Jahren, mit dabei waren? 72 von ihnen gerieten sogar in die sowjetische Gefangenschaft. Wir erinnern uns daran jedes Mal, wenn wir seit 2014 schwedische Neonazis in den Reihen der ukrainischen Bestrafungsformationen im Donbass sehen. Weiß man in Schweden, dass schwedische Freiwillige acht Jahre lang friedliche Einwohner der Donbass-Region töteten? Wo waren Sie denn? Gegen wen hatten Sie damals die Blockade verhängt? Gegen niemanden? Aber warum?

Die Vorgänger der jetzigen schwedischen Anhänger der „Hafenblockade“ hatten das Dritte Reich mit Millionen Tonnen Eisenerz versorgt, ohne das die Nazis ganz Europa hätten nicht erobern können. Spüren Sie irgendwelche Schuld dafür? Vielleicht gibt es einen Tag, wenn Sie um Entschuldigung bitten für Ihr damaliges Verhalten? Denn die ganze Welt musste ja so viel Unheil erleben – unter anderem auf Ihre Schuld! Damals konnten Sie sich nicht sofort entscheiden, auf welche Seite sich zu stellen – sie versorgten einfach das Reich mit Ressourcen. Auch jetzt liefern Sie Waffen, Geld und Arzneimittel an Neonazis. An Personen mit dem Hakenkreuz an den Ärmeln. Diese Personen begrüßen einander wie Kollaborateure während des Zweiten Weltkriegs. Sie lesen dieselben Bücher, gucken dieselben Filme und folgen derselben Logik.

Der Holocaust und die Gräueltaten, denen seine Opfer ausgesetzt wurden, wurden damals auch wegen der Menschen möglich, die sich nicht sofort entscheiden konnten, die die richtige historische Seite nicht sofort einnahmen. Jeder dritte deutsche Panzer, jede dritte Kanone, jedes dritte Gewehr und auch jede dritte Patrone wurde damals aus schwedischen Rohstoffen hergestellt. Gibt es einen Tag, an dem Sie um Entschuldigung dafür bitten, dass Sie sich damals nicht sofort entscheiden konnten? Sie feiern nicht den 8. Mai – die Befreiung Europas vom Nazismus, sondern entschuldigen sich. Wenn es ihn geben würde, dann würde es jetzt leichter fallen, sich für die richtige Seite der Geschichte Europas zu entscheiden.

Das sind keine russischen Angaben – das sind die Angaben des schwedischen Historikers Rolf Karlbom: von 1933 bis 1943 war Deutschlands Eisenerzverbrauch im Durchschnitt zu 43 Prozent von den schwedischen Lieferungen abhängig. Noch der Großadmiral Erich Raeder, der Befehlshaber der deutschen Flotte, sagte, dass eine Kriegsführung völlig unmöglich wäre, wenn die Flotte kein Eisenerz aus Schweden erhalten würde. Aber dieses Erz wurde geliefert – und das Reich führte den Krieg, indem es von den schwedischen Lieferungen ausging.

Und das war nur das Erz – aber es gab auch Lieferungen von Zellulose, von Schnittholz, von Achslagern, Maschinen und Anlagen, die das Reich sehr brauchte. Für Schweden war das damals sehr nützlich und auch ehrenvoll. Es gab noch den schwedischen militärischen „Transit“. Auf den schwedischen Bahnen wurden von 1940 bis 1943 etwa 2,14 Millionen deutsche Soldaten und mehr als 100 000 Waggons mit deutschen Militärgütern befördert.

Und jetzt kopieren Sie sich selbst, wie Sie vor 80 Jahren waren, nicht wahr? Indem Sie die Neonazis mit Waffen, Lebensmitteln und humanitären Gütern versorgen, indem Sie ihnen Geld zahlen – und uns blockieren. Bitte schön! Sie gucken CNN und andere US-Sender. Aber genauso erfolgreich könnten Sie Fototapeten an die Wand kleben und darauf gucken. Und glauben, dass Sie die Welt sehen. Die Nazis nutzten darüber hinaus den schwedischen Luftraum und schwedische Flugplätze.

Es wird alles kopiert, was es damals gab: Sie blockieren den Luftraum, Geldüberweisungen – alles, was man blockieren kann. Dabei stellen Sie den Kräften unbegrenzte Möglichkeiten bereit, die acht Jahre lang friedliche Einwohner töteten – ausgehend von der nazistischen Ideologie. Sie ist doch gar nicht neu, mit der man sich noch auseinandersetzen müsste. Diese Kräfte machten nie ein Hehl daraus, dass sie Kollaborateure unterstützten, das Reich, Hitler, die SS. Sie tragen dieselbe Uniform, sie marschieren mit Fackeln herum, sie haben die Bilder der Personen ausgehängt, die vor 80 Jahren Nazi-Mithelfer waren.

Wenn wir von Panzerbüchsen NLAW hören, die Großbritannien an das Kiewer Regime geliefert hat, dann wissen wir, dass sie eigentlich in Schweden hergestellt wurden. Es ist ja kaum möglich, dass diese Waffen ohne Stockholms Zustimmung reexportiert wurden. Damals wurden die Nazis  aufgerüstet; damals wurden unsere Städte blockiert – und dasselbe wird auch jetzt getan. Als hätte sich nichts verändert. Diese Personen sind ja so gut wie aus der Hölle wiederauferstanden.

Griechenland ist ein Land, das nach einigen Schätzungen etwa eine Million Einwohner im Krieg gegen den Faschismus verloren hat. Wir kennen die jetzige Position der Einwohner dieses Landes. Sie schreiben uns, sie schreien vor Schmerz und Hilflosigkeit. Sie können ihre Regierung nicht beeinflussen, die zu einem „Marionettenregime“ verkommen ist.

Mitarbeiter des griechischen Bahnunternehmens TrainOSE wollten nicht an der Beförderung der US- bzw. Nato-Panzertechnik an die ukrainische Grenze teilnehmen. Denn dort leben auch ethnische Griechen. Sie leben auf dem Territorium der Ukraine, im Südosten dieses Landes, auf der Krim. Sie erzählen die Wahrheit. Ethnische Schweden, die dort einst als eine Minderheit lebten, gibt es dort nicht so viele. Es gibt aber viele Instrukteure, Kämpfer und Freiwillige.

Laut Webseiten griechischer  Gesellschaftsorganisationen haben sich Mitarbeiter der E-Lok-Depots von Thessaloniki geweigert, nach Alexandroupoli zu ziehen, um dort  die Züge zu bedienen, die an diesen Tagen Nato-Panzer aus dem Hafen ausführen. Sie sollen nach Rumänien und Polen und dann an die ukrainische Grenze befördert werden. Als sich niemand von den Bahnarbeitern bereit zeigte, dorthin freiwillig zu ziehen, wurden sie dazu von der Firma TrainOSE dazu gezwungen, und zwar unter Berufung auf die Bedingungen ihrer Arbeitsverträge. Danach mussten sich die Gewerkschaften in Thessaloniki in die Situation einmischen. Sie haben eine Resolution verabschiedet, in der sie verlangten, die griechische Eisenbahn nicht zwecks Beförderung des Nato-Kriegsgeräts einzusetzen. Auch die Arbeiter, die dagegen sind, dürfen nicht bedroht werden. Da stellt sich eine Frage an die Behörden in Athen: Sind Sie für den Frieden oder für den Krieg? Das Dokument wurde von etwa 15 Gewerkschaften aus verschiedenen Industriebranchen befürwortet.

Da lässt sich etwas schlussfolgern: Es gibt zwei Europas. Es hat sie immer gegeben, genauso wie vor 80 Jahren. Das Europa, das faschistische Panzer nach Osten passieren ließ, das bei der Unterbringung von SS-Soldaten, von Soldaten des Dritten Reiches half und das Leben genoss.

Und es gab auch ein anderes Europa, das sich im Untergrund verstecken musste, denn es verstand, dass es im jeweiligen Land keinen Platz für menschenfeindliche Ideologie geben durfte. Auch jetzt ist das so: Das eine  Europa unterstützt die Neonazis auf allen Ebenen, indem es Propaganda und materielle Ressourcen einsetzt, die es den eigenen Mitbürgern weggenommen werden. Und das andere Europa kämpft dagegen. Es leistet Widerstand den Behörden und Arbeitgebern, die dem aggressiven, russophoben und euroatlantischen Block folgen und de facto Mithelfer der Neonazis sind. Und diesen Kräften widersteht dieses andere Europa. Aber es steht ihm eine Maschine gegenüber, das nach allen Regeln der „Cancel Culture“ eingestellt ist.

Wer den Kräften, die die Neonazis unterstützen, nicht angehört, der wird so gut wie „ausradiert“. Diese Menschen werden nicht nur verfolgt, sondern man wird so tun, dass es sie gar nicht gibt, dass sie über sich selbst nicht freuen können. Auf Russisch heißt das „Hetze“.

Zur Umbenennung einer russischen Festung auf Hawaii

Es ist bedauernswert, dass die in den USA an Intensität gewinnende antirussische Kampagne das gemeinsame historische Erbe unserer Länder getroffen hat.

Im Geiste der im Westen vorherrschenden „Cancel Culture“ befassen sich die US-Behörden, die erst vor kurzem auf Forderung der „progressiven liberalen Öffentlichkeit“ Denkmäler für historische Persönlichkeiten der Vergangenheit (auch für die Gründungsväter der USA) zerstörten, inzwischen mit der Ausrottung von Namen, die mit Russland verbunden sind. Unter anderem werden Straßen und historische Objekte umbenannt.

Wie ist aber das denn passiert?! Gibt es immerhin die Geschichte, oder gibt es sie nicht? Oder passiert die Vergangenheit, ohne dass sie irgendwie historisch registriert wird? Ist sie lebendig oder nicht? Da müssten Sie das erläutern! Denn es ist doch völlig unverständlich! Ist das alles ad acta gelegt, oder können Sie immer wieder in die Vergangenheit zurückkehren und etwas, was Ihnen nicht gefällt, ändern, und sich wieder in die Gegenwart zurückversetzen? Was kann ja mit all dem tun – mit der Zerstörung von Denkmälern, mit der Umbenennung von Straßen, mit dem, womit die ganze Weltgemeinschaft jahrelang lebte, was sie bewunderte und verehrte? Es verschwand alles irgendwann, als hätte es das alles gar nicht gegeben. Aber nicht weil etwas Neues stattdessen gekommen war, sondern weil man das alles loswerden wollte. Die Hauptsache war, dass von der Vergangenheit keine Spur mehr bleiben sollte.

Genau das ist mit dem russischen Fort Elizabeth im US-Bundesstaat Hawaii (auf Kauai) passiert, das im Jahr 1816 von der Russisch-Amerikanischen Kompagnie gebaut worden war. Auf Beschluss der regionalen Behörden soll es jetzt Paulaula heißen (übersetzt aus der Hawaii-Sprache, heißt der Name „Rote Mauern“).

Zwar  wurde angeblich im Voraus eine Gesellschaftsstudie unternommen, aber unsere Landsleute sowie ausgebildete Historiker wurden nicht über ihre Meinung gefragt. Das Dokument soll noch vom Gouverneur gebilligt  werden, aber die Regierung des Bundesstaates wollte nicht abwarten, bis alle Formalitäten erledigt werden, und hat bereits die Herstellung von Tafeln mit dem neuen Namen beantragt.

Man kann ja nur noch raten, wohin die Russophobie, die Washington erfasst hat, noch führen kann. Wir hoffen allerdings, dass die gesunde Vernunft und die Einsicht, dass man Russland unmöglich „canceln“ kann, früher oder später die Oberhand gewinnen werden.

Zum Internationalen Tag der Denkmäler und Sehenswürdigkeiten

Am 18. April wird wieder der Internationale Tag der Denkmäler und Sehenswürdigkeiten begangen, der 1982 von der Vollversammlung des Internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS) gestiftet und ein Jahr später in der 22. Tagung der UNESCO-Generalkonferenz gebilligt wurde.

Das ICOMOS und seine nationalen Komitees (auch das russische) organisieren jedes Jahr diverse Veranstaltungen und Aktionen, deren Aufgabe ist, die öffentliche Meinung auf das wichtige humanitäre Problem der Aufrechterhaltung des internationalen Kulturerbes aufmerksam zu machen und zur Festigung des internationalen Dialogs und der gegenseitigen Verständigung beizutragen. Das zentrale Thema der bevorstehenden Veranstaltung lautet „Erbe und Klima“.

Die Russische Föderation ist ein aktiver und verantwortungsvoller Teilnehmer der wichtigsten völkerrechtlichen Akte im entsprechenden Bereich: der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten von 1954 und der Konvention zum Schutz des Weltkultur- und Weltnaturerbes von 1972.

Stand jetzt liegen auf dem Territorium unseres Landes 31 Objekte des UNESCO-Welterbes, darunter 20 Kulturdenkmäler. Auf der vorläufigen Liste stehen darüber hinaus 28 „Anwärterobjekte“. Im Rahmen des aktuellen Vorsitzes im Komitee des UNESCO-Welterbes, dem leitenden Gremium der Konvention von 1972, legt Russland besonders viel Wert auf die weitere Entwicklung der internationalen Kooperation bei der Aufrechterhaltung und nachhaltigen Verwaltung über Objekte des Welterbes – auf sachlicher und entpolitisierter Basis.

 Zwecks Umsetzung der Haager Konvention von 1954 und in Übereinstimmung mit einem Sonderbefehl des russischen Verteidigungsministeriums bemühen sich unsere Streitkräfte im Rahmen der speziellen Militäroperation zur Verteidigung der Donbass-Republiken um die Aufrechterhaltung von Objekten des Kulturerbes, von Museen, religiösen und kulturellen Einrichtungen in der Ukraine.

Leider vergessen manche Staaten ihre Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung von Denkmälern und zur Pflege unseres gemeinsamen historischen und kulturellen Erbes. Und das hat nicht heute und sogar nicht in diesem Jahr begonnen. Lassen Sie mich über einige vandalische Aktionen der letzten Zeit erzählen.

In Lettland werden immer wieder sowjetische Gedenkstätten geschändet und vandalischen Aktionen ausgesetzt.

Im März haben unbekannte Vandalen im Dorf Vidrizi ein Denkmal für 99 Soldaten und friedliche Einwohner dieses Ortes mit Farbe beschmutzt, die in den Jahren des Zweiten Weltkriegs gefallen waren. Zudem haben sie am Denkmal verschiedene Schimpfwörter hinterlassen.

Am 28. Februar hatte man in Riga ein Denkmal mit der Aufschrift „Ehre den Befreiern der Stadt Riga!“ mit den Farben der ukrainischen Flagge begossen. Und am 26. Februar war ein Denkmal für Soldaten der 245. Schützendivision der Roten Armee (im Brivibas-Prospekt in Riga) mit blauer und gelber Farbe beschmiert worden, und Blumenvasen wurden auf dem ganzen Friedhofsgelände wild verstreut. Und am 25. Februar war es zu einer Vandalismus-Aktion auf dem Gelände der Gedenkstätte zu Ehren der Befreiungskämpfer von Riga und Lettland gekommen: Der Sockel des Denkmals wurde ebenfalls mit Farben der ukrainischen Flagge beschmiert, und es wurde auch eine Aufschrift mit entsprechendem furchtbarem Inhalt hinterlassen.

Am 1. Dezember 2021 hatten sich Unbekannte ebenfalls eine vandalische Aktion gegenüber der Gedenkstätte zu Ehren der Befreiungskämpfer von Riga und Lettland erlaubt – das Denkmal wurde damals mit der Aufschrift „Okkupanten“ geschändet.

Am 10. September 2021 hatten Unbekannte vom Gedenkstein am Ort, wo im Oktober 1944 die Offensive am Kisch-See begonnen hatte, die Gedenktafel gestohlen.

Am 24. Februar 2021 war ein Denkmal auf dem Soldatenfriedhof in Jekabpils zerstört worden – es wurde eine 76-Millimeter-Kanone demontiert.

Seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine kommt es in Litauen immer häufiger zur Schändung sowjetischer Soldatendenkmäler.

Solche Fälle wurden am 10. April in Bubliai, Seta und Kurkliai, am 8. April in Marijampole, am 2. März in Zasliai und Pasaltuonys registriert. Nach all diesen Fällen wurden vom russischen Ermittlungskomitee entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Unverhohlen blasphemische Aussagen, man sollte sowjetische Denkmäler loswerden, hat sich im April der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis geleistet, der sich dafür aussprach, sie provisorisch mit ukrainischen Flaggen zu bedecken. Und das schlug eine Person vor, die das Amt des Außenministers bekleidet! Ist dieser Mann noch normal? Das ist eine total furchtbare Logik! Und es ist völlig unklar, was sich dahinter versteckt. Erkennt man etwa diese Denkmäler an – oder will man sie abreißen? Wenn man sie abreißen will, dann was haben damit ukrainische Flaggen zu tun? Etwas wollen Sie nicht anerkennen und finden, das darf sich nicht auf dem Territorium Ihres Landes befinden – und Sie verbinden das mit der Flagge eines Landes, das Sie für würdig halten. Und diesen Empfehlungen folgen inzwischen Leiter regionaler Behörden – in Klaipeda hat der Bürgermeister die Diskussion über eine Verlegung des Monuments für sowjetische Befreiungssoldaten außerhalb der Stadt; und im Kreis Raseiniai werden Denkmäler bereits in schwarze Kisten gepackt, bis die zentralen Behörden weitere Entscheidungen treffen. So ist nun einmal das Niveau der Geschichte und Kultur.

Mit der Initiative zur Streichung der Monumente von der Kulturerbe-Liste, die es dem litauischen Regime erlaubt, sowjetische Denkmäler, die „Krieg, Aggression und Symbole eines totalitären Staates propagieren“, abzureißen, befasst sich die Abteilung für Kulturerbe. Eine „Schwarze Liste“ der Gedenkstätten erstellt unter anderem die Stadtverwaltung Kaunas‘. Aus dem Ziel wird kein Hehl gemacht: Es soll eine Basis für Beschlüsse zur Verlegung, Entfernung oder Umbenennung sowjetischer Denkmäler geschaffen werden.

Am 25. November 2020 wurde in der Stadt Obeliai (Kreis Rokiskis) wurde ein sowjetischer Soldatenfriedhof geschändet. Auf dem Postament unter dem Denkmal und den Grabsteinen mit den Namen der gefallenen Soldaten wurden Hakenkreuze gemalt. Schon einen Tag später schickte die Kreisverwaltung von Rokiskis uns ein Foto zu, auf dem zu sehen war, dass alle beleidigenden Aufschriften beseitigt worden waren und dass die Gedenkstätte wieder in Ordnung gebracht worden war.

Am 4. September 2020 wurde in der Stadt Ziezmariai (Kreis Kaisiadorys) ein Denkmal für sowjetische Soldaten geschändet (es mit Farbe beschmiert, und es wurden darauf etliche Schimpfwörter geschrieben). Vor dem Denkmal in Form eines auf dem Postament stehenden Soldaten mit einer Flagge liegt ein Friedhof, wo etliche Soldaten und Offiziere der Roten Armee ruhen, die im Kampf um die Befreiung Ziezmariais von Faschisten gefallen waren (insgesamt mehr als 920 Soldaten).  Unsere Botschaft nahm unverzüglich Kontakt mit der Stadtverwaltung auf. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Vandalismus ein. Das Denkmal wurde von den technischen Diensten der Stadtverwaltung gereinigt und wieder in Ordnung gebracht.

Am 14. Juni 2020 (am Tag der Trauer und Hoffnung, wenn man in Litauen der Opfer der Stalin-Repressalien gedenkt) wurde auf einem Friedhof im Dorf Seta (Kreis Kedainiai) wurde ein Denkmal für den Helden der Sowjetunion, Teilnehmer des Großen vaterländischen Kriegs, Afanassi Loschakow, mit Farbe beschmiert. Der Chef der Kreisverwaltung, V. Tamulis, bezeichnete diese Aktion als „groben Unfug“, den er nicht tolerieren würde.

In Estland wurde am 10. April 2022 ein Denkmal für sowjetische Soldaten in Otepää von Unbekannten mit den Farben der ukrainischen Flagge und zudem mit dem roten Buchstaben Y beschmiert.

Am 8. April 2022 haben unbekannte Rechtsbrecher in Tapa ein Denkmal auf dem städtischen Soldatendenkmal geschändet (mit Farbe beschmiert, und es wurden darauf die Namen von einigen Nazi-Führern geschrieben).

Im  März dieses Jahres kam es in Rakvere auf einem Soldaten-Massengrab zu einer vandalischen Aktion: Die Gedenkstätte wurde mit einem Nazi-Bild geschändet. Darüber hinaus wurden mehrere sowjetische Massengräber in Tartu geschändet.

Am 1. Oktober 2021 wurde im Tallinner Bezirk Lasnamäe ein Gedenkstein zu Ehren von in Afghanistan gefallenen sowjetischen Soldaten von Unbekannten geschändet (mit roter Farbe beschmiert). Bis 4. Oktober wurde das Monument von den städtischen Behörden allerdings wieder in Ordnung gebracht.

Im April wurde ein Denkmal für Faschismusopfer auf dem Friedhof Rahumäe in Tallinn geschändet.

Am 7. April 2021 haben Unbekannte den Gedenkstein in Pärnu gekippt. An dieser Stelle waren im Juli 1941 mehrere Soldaten des Sindi-Bataillons erschossen worden.

Am 1. März 2021 haben unbekannte Vandalen ein Denkmal für den Panzer T-34 geschändet, der auf einem Postament am Ufer des Flusses Narova steht, am Rande der Straße zwischen Narva und Narva-Jõesuu.

Die Situation in Polen ist einfach schrecklich. Die Behörden befassen sich mit totaler Demontage von sowjetischen Gedenkstätten außerhalb von Friedhöfen (von so genannten „symbolischen Denkmälern“), für die, wie Warschau unbegründet behauptet, das russisch-polnische Regierungsabkommen über Friedhöfe und Gedenkstätten zu Ehren der Opfer des Kriegs und der Repressalien vom 22. Februar 1994 angeblich nicht gilt. Im Oktober 2017 und im Januar 2018 waren die Novellen zum Gesetz über das Verbot der Propaganda des Kommunismus und anderer totalitärer Gesellschaftsordnungen vom 1. April 2016 (zum so genannten „Entkommunisierungsgesetz“) in Kraft getreten, denen zufolge Kommunalbehörden verpflichtet wurden, bis 31. März 2018 alle „kommunistischen Symbole“ auf ihrem Territorium abzuschaffen, insbesondere sowjetische Monumente außerhalb von Friedhöfen. Wir verstehen ja, worum es dabei in Wirklichkeit ging: Man machte sich keine Sorgen über den Kommunismus, sondern wollte das Gedenken an die einstigen Befreier total ausradieren.

Am Ende sind von 561 Gedenkstätten, die 1997 auf die „Liste von Gedenkstätten zu Ehren der in Polen gefallenen sowjetischen Verteidiger des Vaterlandes“ gesetzt worden waren, Stand jetzt nur etwa 100 erhalten geblieben. Dabei werden sie in den letzten Jahren konsequent vernichtet – es werden immer neue Fälle der Demontage registriert, die die polnischen Behörden gar nicht verkünden. Wir erhalten entsprechende Informationen aus Massenmedien, von einfachen Einwohnern und von unseren Landsleuten.

Es werden regelmäßig vandalische Aktionen gegen sowjetische Memoriale registriert. Am 23. März wurde in Polen ein weiteres Denkmal für sowjetische Befreiungssoldaten abgerissen, und zwar in Chrzowice. Man bemühte sich, daraus eine feierliche Veranstaltung zu machen: Dem Abriss des Denkmals wohnten polnische Offizielle bei, und die Veranstaltung wurde live übertragen. Das war doch immerhin eine große „Errungenschaft“! Zivilisierte Nationen verhalten sich ja immer so!

In der Slowakei wurden 2022 fünf Fälle der Beschädigung von russischen bzw. sowjetischen Soldatenfriedhöfen, Gedenkstätten und Denkmälern registriert;

Am 27. Februar wurde in Kosice  das Denkmal für sowjetische Soldaten am Platz der Befreier mit Farbe beschmiert;

Am 3. März wurde ein Element der Gedenkstätte Slavin in Bratislava mit Farbe beschmiert;

Am 5. März wurde ein Denkmal für Soldaten der Sowjetischen Armee in Svidnik mit Farbe beschmiert;

Am 15. März wurde ein Denkmal für sowjetische Piloten „Maly Slavin“ (bei Bratislava) mit Farbe beschmiert;

Am 26. März wurde ein Denkmal auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Bosaca (Kreis Trencin) mit Farbe beschmiert.

Allein seit Anfang 2022 wurden in Tschechien vier vandalische Aktionen gegen russische bzw. sowjetische Gedenkstätten getätigt:

Am 8. März wurde in Pribyslav ein Monument zum Gedenken an gefallene sowjetische Soldaten beschädigt – es wurde die Soldatenstatue demontiert;

Am 26. März wurde in Prag  das Denkmal für den Rotarmisten Beljakow vor dem Haus des tschechischen Außenministeriums mit Farbe beschmiert;

Am 3. April 2020 wurde in Prag das Denkmal für den Marschall der Sowjetunion, den Helden der Tschechoslowakei und Ehrenbürger von Prag, Iwan Konew, abgetragen, das 1980 auf dem Platz der internationalen Brigaden aufgestellt worden war;

Am 2. Januar 2021 wurde in Ostrava das Denkmal für Rotarmisten in der Rudna-Straße mit Brennflüssigkeit übergossen und angezündet;

Am 21. April 2021 wurde in Brno das Denkmal für den sowjetischen Befreiungssoldaten am Mährischen Platz mit Farbe beschmiert und Schimpfwörter aufgetragen.

Seit dem verfassungswidrigen Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014 begehen Aktivisten von nationalistischen und profaschistischen Organisationen, die von den Kiewer Behörden gefördert werden, regelmäßig vandalische Aktionen gegen Gedenkstätten zu Ehren von russischen bzw. sowjetischen historischen Personen, die vor allem mit dem Großen Vaterländischen Krieg verbunden sind.

Am 3. Februar wurde in Slawuta (Gebiet Chmelnizki) ein Denkmal für den Helden der Sowjetunion, Partisanen Anton Oducha, zerstört.

Am 4. Februar wurde in Poltawa auf Initiative des Instituts für nationales Gedächtnis ein Denkmal für den russischen Feldherrn Alexander Suworow demontiert. Wie der Sprecher des Instituts, Oleg Pustowgar, sagte, der Abriss des Monuments für den Feldherrn aus den Zeiten des Russischen Reiches sei Teil des Kampfes „gegen ein Element der sowjetischen Propaganda“. Alexander Suworow wurde also als „Element der sowjetischen Propaganda“ bezeichnet. Dann sollte man auch Denkmäler für Engels und Marx abreißen, was ist mit den beiden? Was tut man mit ihnen in den entwickelten EU-Ländern – werden sie etwa aus Enzyklopädien gestrichen? Werden vielleicht auch ihre Bücher verbrannt – hat man damit schon begonnen? Das ist doch die sowjetische Propaganda!

Am 7. April in Mukatschowo (Gebiet Transkarpatien), am 9. April in Ternopol und am 10. April in Uschgorod wurden drei Denkmäler für Alexander Puschkin abgetragen. Ich weiß ja nicht mehr, wie ich Alexander Puschkin nennen sollte, wenn man bedenkt, wie verbissen man sein ganzes Erbe vernichtet. Er scheint ja der größte Feind der heutigen Ukraine zu sein. Es ist ja interessant: Zu Sowjetzeiten war vieles mit Nikolai Gogol verbunden: Seinen Namen trugen etliche Straßen, es gab viele Denkmäler. Wie sieht es in der Ukraine jetzt aus? Und was wird man mit ihm in anderen Ländern tun? Oder ist Nikolai Gogol, der große ukrainische Schriftsteller, auch Teil der sowjetischen Propaganda? Das ist doch eine ideologische Sackgasse! Und aus dieser Sackgasse gibt es keinen Ausweg.

Am 11. April wurde in Tscherkassy eine Alexander-Puschkin-Büste mit den Farben der ukrainischen Flagge bestrichen. Das ist schon wirklich traurig, ehrlich. Am selben Tag wurde in Mukatschowo ein sowjetischer Panzer T-34 demontiert, der die Heldentaten der Roten Armee verkörperte. Das ist eine wirklich xenophobe Logik – alles, worauf man auf dem Weg stößt, muss zerstört werden!

Am 12. April wurde in Stryj (Gebiet Lwow) ein Denkmal für sowjetische Soldaten abgerissen, die diese Stadt von den Nazis befreit hatten.

Am 12. Januar 2021 hatten Vandalen auf einem Friedhof in Cherson 17 Denkmäler am Soldaten-Massengrab umgestürzt.

In der Nacht auf den 9. Mai 2021 wurden in Nowy Rasdol und Sudowaja Wischnja (Gebiet Lwow) zwei Denkmäler auf Soldatenfriedhöfen beschädigt.

Am 23. Juli 2021 wurde in Lwow der Abriss des Monuments des Kriegsruhms abgeschlossen – des Denkmals für sowjetische Soldaten, die bei der Befreiung dieser Stadt während des Großen vaterländischen Kriegs gefallen waren. Der Abriss hatte noch 2018 begonnen, und dabei wurde nicht nur die Statue des sowjetischen Soldaten demontiert, sondern auch das Denkmal der Lwower „Mutter-Heimat“. Die beiden Statuen wurden auf das Gelände des Museums „Territorium des Terrors“ verlegt.

Am 6. September 2021 wurde in Kiew ein Gedenkzeichen zu Ehren der Freundschaft zwischen der ukrainischen Hauptstadt und Moskau demontiert.

Am 30. September 2021 wurde in Kolomyj (Gebiet Iwano-Frankowsk) ein Denkmal am Massengrab von Rotarmisten abgerissen. Darüber hinaus wurden mehrere Grabsteine mit den Namen der gefallenen Soldaten zerstört.

Am 26. Oktober 2021 haben Unbekannte in Lochwiza (Gebiet Poltawa) mehrere Gedenkzeichen aus den Sowjetzeiten zerstört und das Denkmal für den Rotarmisten Wassili Tschapajew in Lubny abgerissen.

Vom 25. bis 27. Oktober 2021 wurde auf Beschluss des Exekutivkomitees des Stadtrats von Lwow das zentrale Element der Gedenkstätte „Marsfeld“ – eine große Kopie des Ordens des Vaterländischen Kriegs – demontiert. Als Vorwand dafür diente „die Renovierung bzw. Erneuerung und das Umdenken des Raums um den Soldatenfriedhof Lytschakowo“.

Am 2. November 2021 wurde in Dergatschi (Gebiet Charkow) ein Denkmal für gefallene Soldaten des Großen vaterländischen Kriegs geschändet. Darüber hinaus wurde ein Granitmonument zu ehren von Soldaten des 227. Regiments des NKWD abgerissen, die bei der Verteidigung Kiews gestorben waren.

Am 5. November 2021 haben Nationalisten aus der Organisation „Gesellschaft der Zukunft“ (das ist ein politischer Flügel der rechtsradikalen Bewegung „S14“) eine Gedenkstätte im Dorf Subra Gebiet Lwow) beschädigt, wo sowjetische Soldaten begraben sind.

Am 28. November 2021 wurde im Dorf Kalinwka (Gebiet Kiew) im Rahmen des Entkommunisierungsgesetzes ein Denkmal für NKWD-Revolutionskämpfer demontiert. Zuvor wurde es mit Aufschriften wie „NKWD – Henker“ und „Ruhm für die Ukraine!“ beschmutzt.

Am 7. Dezember 2021 wurde in Poltawa das Ewige Feuer auf dem Gelände der städtischen Gedenkstätte des Soldatenruhms gelöscht, indem es mit einem Energydrink begossen wurde.

Am 4. Februar 2020 haben Nationalisten in Odessa eine Gedenktafel mit dem Porträt Georgi Schukows vom Haus des Studentenheims der Odessaer Nationalen Universität „Ilja Metschnikow“ entfernt, wo in den Nachkriegsjahren der Stab des Odessaer Militärbezirks lag, an dessen Spitze Georgi Schukow von 1946 bis 1948 stand. Das war das letzte Porträt des sowjetischen Feldherrn in der Stadt.

Am 10. Facebook 2020 haben Unbekannte in Kiew das Denkmal für General Nikolai Watutin mit grüner Farbe beschmiert, das an seinem Grab im Mariinski-Park steht.

Am 9. Mai 2020 wurde in Slawjansk (Gebiet Donezk) die Fahne am Monument des sowjetischen Befreiungssoldaten im „Schelkowitschny“-Park in die Farben der UPA-Fahne eingefärbt.

Am 19. und 20. Mai 2020 wurde in Charkow die Büste Marschall Schukows zwei Nächte in Folge mit roter Farbe beschmiert.

Am 12. Oktober 2020 haben Unbekannte in Rowno das „Memorial des Ruhmes“ am Massengrab sowjetischer Soldaten geschändet. Auf die Stele einer Skulptur wurde mit weißer Farbe der Name einer politischen Partei geschrieben.

Am 16. Februar 2019 haben Vandalen im Dorf Semjonowka (Gebiet Saporoschje) ein Massengrab der Soldaten ausgeraubt und beschädigt, die bei der Befreiung der Stadt Melitopol gefallen waren. Die Unbekannten haben einen Teil des Zauns gestohlen und den Metallstern am Ewigen Feuer gebrochen.

Am 6. März 2019 wurde vom Denkmal für den legendären sowjetischen Aufklärers Nikolai Kusnezow auf dem Hügel des Ruhmes in Lwow sein Flachbild aus Bronze gestohlen.

Am 14. März 2019 haben Unbekannte in Rowno mehrere Skulpturen des Monuments des Ruhmes beschädigt.

Am 27. März 2019 im Dorf Fedkowka und am 14. April 2019 im Dorf Nowyje Borowitschi (Gebiet Tschernigow) haben Aktivisten der nationalistischen Organisation „Sokol“ mehrere Büsten des Helden der Sowjetunion, des Befehlshabers der 1. Ukrainischen Front, Generals Nikolai Watutin, zerstört.

Am 9. Mai 2019 haben Unbekannte im Dorf Meschiritsch (Gebiet Dnepropetrowsk) ein Denkmal für Helden des Großen vaterländischen Kriegs zerstört.

Am 2. Juni 2019 haben Aktivisten des „Nationalen Korps“ in Charkow bei einer Kundgebung die Büste Marschall Schukows gekippt.

Am 9. Juli 2019 haben Unbekannte in der Stadt Tschugujew (Gebiet Charkow) eine Gedenktafel mit den Namen der gefallenen Rotarmisten beschädigt.

Am 16. Juli 2019 haben Aktivisten der nationalistischen Organisation „Switanok“ in Jagotin (Gebiet Kiew) eine Büste Georgi Schukows demontiert.

Am 21. Juli 2019 haben Unbekannte in Poltawa ein Denkmal für Nikolai Watutin geschändet. Darauf wurde nämlich das Wort „Feind“ mit roter Farbe geschrieben.

Am 24. August 2019 wurde in Sdolbunow (Gebiet Rowno) die Büste des sowjetischen Partisanen, Helden der Sowjetunion, Nikolai Prichodko, beschädigt.

Am 5. September 2019 wurde in Lwow das zentrale Element des Friedhofs „Marsfeld“, die große Kopie des Ordens des Vaterländischen Kriegs, geschändet. Die Vandalen haben darauf „Okkupanten“, „Kommunismus“, „Hammer und Sichel – Tod und Hunger“ mit roter Farbe geschrieben.

Am 10. November 2019 haben Unbekannte in Odessa auf der Gedenktafel Georgi Schukows das Wort „Kat“ geschrieben, was, aus dem Ukrainischen übersetzt, „Henker“ bedeutet.

Am 20. November wurde das Georgi-Schukow-Denkmal in Charkow mit roter Farbe beschmutzt.

Der permanente „Krieg gegen Denkmäler“ geht auch in Moldawien weiter.

Am 2. März 2022 wurde beim Dorf Leuseni (Kreis Hincesti) ein Denkmal für den legendären Panzer T-34 mit den Farben der ukrainischen Flagge beschmutzt. Die Verantwortung für diese vandalische Aktion hat übrigens der bekannte „Kämpfer gegen Denkmäler“, Ex-Verteidigungsminister Moldawiens, Anatoli Salaru, übernommen.

Am 4. März wurde unweit des Dorfes Ciniseuti (Kreis Rezina) die Gedenkstätte „Unsterblichkeit“ geschändet, die dort zu Ehren von 1250 im Großen vaterländischen Krieg gefallenen Kämpfern aufgestellt worden war, die in 31 Dörfern dieses Kreises geboren worden waren.

Am 28. Januar 2021 wurde in de transnistrischen Stadt Dubossary ein Denkmal für den Helden der Sowjetunion, Armeegeneral Wassili Margelow, von Vandalen geschändet. Aber schon zum Tag der Luftlandetruppen Russlands am 2. August, wurde es wiederhergestellt.

Am 1. Februar 2021 wurde im Dorf Ruska (Kreis Hincesti) ein Denkmal zu Ehren von Soldaten des 161. Schützenregiments der 95. Moldawischen Schützendivision mit der Aufschrift „Tod den Okkupanten!“ geschändet.

Am 22. März 2021 wurde unweit des Dorfes Ivancea (Kreis Orhei) ein Obelisk zu Ehren der Helden des 2. Kavalleriekorps „Sownarkom der Ukraine“ geschändet, die in Orhei im Sommer 1941 gefallen waren.

Am 21. August 2021 wurde unweit des Dorfes Korpac (Kreis Edinet) ein Denkmal zu Ehren der Soldaten der 3. Luftlande-Gardedivision geschändet, die im März 1944 als erste die Staatsgrenze unweit des Flusses Prut erreicht hatte. Die Vandalen haben die Gedenktafel zu Ehren der Helden zerstört.

Am 23. August 2021 haben Unbekannte in Chisinau die Gedenkschrift „Überprüft. Keine Minen“ aus den Zeiten des Großen vaterländischen Kriegs, die von den Kommunalbehörden als historisches Denkmal anerkannt worden war, geschändet.

Am 26. Oktober 2021 wurde im Zentrum Chisinaus, wurde am Ort des Denkmals zum 20. Jahrestag der Kämpfe im Osten Rumäniens, bei Meresti und Meresesti im Sommer 1917, wo die russischen und rumänischen Truppen gemeinsam der deutschen Armee widerstanden hatten, ein Monument zu Ehren der rumänischen Soldaten aufgestellt, die auf der Seite der deutschen Faschisten gekämpft hatten.

Es gibt aber auch Beispiele anderer Art. Vor dem Hintergrund dieses Wahnsinns gibt es Beispiele für die Aufbewahrung des Gedenkens an sowjetische Soldaten.

Am 7. Oktober 2021 wurde ein Denkmal für die sowjetische Besatzung des Wasserflugzeugs „Katalina“ eingeweiht, die auf der Insel Sørøya im Norden Norwegens ums Leben gekommen war. Wir sehen, dass einfache Menschen und auch Behörden sich mit dem historischen Gedächtnis vorsichtig umgehen, aber was gerade vorgeht, ist jenseits von Gut und Böse.

Zur historischen Bedeutung des Manifests Katharina II. über den Anschluss der Krim an Russland

Am 19. April 1783 segnete die Kaiserin Katharina II. das Manifest über den Anschluss der Krim, Tamans und Kubans an das Russische Reich ab. Dieser Schritt war durch die Absicht bedingt, die Sicherheit der südlichen Grenzen Russlands zu festigen. Es ist kennzeichnend, dass die Krim für Russland auch eine wichtige ideologische Bedeutung hatte – im Jahr 988 hatte der der große Fürst Wladimir in Chersones die Taufe empfangen.

Nach dem zweiten russisch-türkischen Krieg (1768 bis 1774) hatte die Hohe Pforte die Unabhängigkeit der Krim im Sinne des Friedensvertrags  von Küçük Kaynarca von 1774 anerkannt. Dem Russischen Reich traten dabei die Festungen Kertsch, Jenikale und Kinburn sowie ein großer Teil der Steppe zwischen den Flüssen Dnepr und Bug bei. Russland bekam den Zugang zum Schwarzen Meer und bekräftigte sein Recht auf die Gebiete Kabarda, Asow und die Territorien am Asowschen Meer, die noch unter Peter I. erobert worden waren. Dennoch hegte das Osmanische Reich weiterhin die Hoffnung, die Halbinsel zurückzugewinnen und griff die russischen Gebiete immer wieder an.

Bei der Einschätzung der Vorteile des Krim-Anschlusses schrieb der Ideologe dieses Anschlusses, Grigori Potjomkin Ende 1782: „Die Krim zerreißt mit seiner Lage unsere Grenzen… Sie müssen den Ruhm Russlands erhöhen… Die Aneignung der Krim kann Sie weder stärken noch bereichern, kann aber zu Ihrer Ruhe beitragen… Mit der Krim gewinnen Sie noch die Herrschaft am Schwarzen Meer.“

Mit diesem Manifest wurde eine wichtige Phase des Kampfes gegen das Osmanische Reich für den Einfluss an der Nordküste des Schwarzen Meeres beendet, und es wurden die natürlichen Grenzen im Süden des Landes erreicht. Jetzt konnte Russland seine Schwarzmeerflotte aufbauen und hatte das Recht, den Bosporus und die Dardanellen zu passieren. Das alles wurde zu einem starken Impuls für die wirtschaftliche und demografische Entwicklung des nördlichen Schwarzmeerraums und des Asowraums. Das sage ich extra für Elizabeth Truss, die wissen sollte, wo welche Meere liegen.

Das Datum des Russland-Beitritts der Krim wurde auf föderaler Ebene festgelegt (im Sinne des Föderalen Gesetzes 336-FS vom 3. August 2018).

Obwohl diese Region an die Ukraine grenzt, wo gerade die militärische Sonderoperation verläuft, verläuft das Leben auf der Krim konstruktiv. Am 11. April wurde dort der Tag der Verfassung der Republik gefeiert. Die Region entwickelt sich intensiv. Sie erlebt eine besondere Zeit, wenn man den jüngsten Flüchtlingsansturm, wie auch die Herausforderungen der letzten Zeit bedenkt, mit denen die Halbinsel konfrontiert wurde – trotz aller Versuche unserer Opponenten, ihr das Leben zu erschweren. Aber die Krim-Einwohner werden das hinbekommen. Das sind Menschen mit einem historisch starken Charakter. Das gehört zu ihrer Kultur und ist Teil ihrer Traditionen, die den jüngeren Generationen von den älteren überlassen werden.

Präsident Putin hat die föderale Regierung beauftragt, das Staatsprogramm der sozialwirtschaftlichen Entwicklung der Republik Krim und Sewastopols bis 2027 zu verlängern. Auf die Krim kommen große russische Banken, die Russische Eisenbahnen AG, diverse Telekomunternehmen. Es wurde das mobile Roaming  abgeschafft.

Es wurde der Nordkrim-Kanal in vollem Umfang in Betrieb genommen, der 2014 von den ukrainischen Behörden blockiert worden war und jetzt von russischen Spezialisten wieder entsperrt wurde. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Entwicklung der Landwirtschaft. Schon in diesem Jahr sollen 850 Hektar Agrarflächen für den Reisanbau zur Verfügung gestellt werden, und diese Zahl wird immer größer werden.

Natürlich wird sich die Krim auch in anderen Bereichen entwickeln. Wir erwarten, dass die Touristenzahl immer mehr steigen wird, was insbesondere eine intensive Entwicklung der Dienstleistungsbranche, der Hotelbranche und der Gastronomie fördern wird. 

Die Krim-Einwohner unterstützen möglichst die Flüchtlinge, die auf der Halbinsel eintreffen. Welche Zukunft die Krim-Einwohner erwartet hätte, zeigen die Gräueltaten der Nazis und Neonazis auf den Territorien in den Gebieten Donezk und Lugansk, die bis zuletzt von den Kiewer Behörden kontrolliert und inzwischen befreit wurden.

Ob das jemandem gefällt oder nicht, aber die Zukunft der Krim ist mit Russland verbunden. Für uns ist diese Frage für immer und ewig weg vom Tisch. Die Sanktionen der USA und ihrer Satelliten aus den Nato-Ländern werden unsere Position nie verändern. Sie können nur zu ihrer Festigung beitragen. Also können sich die „Herren der Welt“ entspannen.

Zum Abschluss der Schlacht für die Rechtsufrige Ukraine (der Dnepr-Karpaten-Operation)

Die Dnepr-Karpaten-Operation war die strategische Offensive der Roten Armee, die vom 24. Dezember 1943 und bis 17. April 1944 dauerte. Ihr Ziel war, die Rechtsufrige Ukraine zu befreien.

Bei dieser Operation handelte es sich um elf miteinander verbundenen Einsätzen an der Front: die Schitomir-Berditschew-Operation, die Kirowograder Offensive, die Korsun-Schewtschenkowsker Operation, die Rowno-Luzk-Operation, die Offensive bei Nikopol und Kriwoi Rog, die Proskurow-Czernowitzer Operation, die Beresnegowatoje-Snigirjower Operation, die Polesier Operation, die Odessaer Offensive, die Schlacht bei Tyrgu-Frumos, die Uman-Botoschany-Operation. Daran beteiligten sich die Kräfte der 1., 2., 3. und 4. Ukrainischen Front unter dem Kommando von Nikolai Watutin, Iwan Konew, Rodion Malinowski und Fjodor Tolbuchin. Für die Koordinierung ihrer Aktivitäten waren Marschall Schukow und Marschall Wassilewski zuständig. Auf der sowjetischen Seite nahmen daran mehr als zwei Millionen Soldaten und Offiziere teil; es kamen etwa 2000 Panzer, mehr als 30 000 Kanonen und Minenwerfer sowie 2400 Flugzeuge zum Einsatz. Ihnen widerstanden die deutschen und rumänischen Truppen – insgesamt etwa 1,8 Millionen Soldaten und mehr als 25 000 Waffeneinheiten.

Im Dezember 1943 eroberten die sowjetischen Truppen Schitomir und Kirowograd, im Januar 1944 die Städte Nowograd-Wolynski, Berditschew, Rowno und Luzk, im Februar gelang es der Roten Armee, den Nikopol-Brückenkopf zu liquidieren und die Städte Nikopol und Kriwoi Rog zu befreien.

Zur Abschlussphase wurde die Uman-Botoschany-Operation der 2. Ukrainischen Front, die am 17. April 1944 beendet wurde. Dabei wurden die südwestlichen Teile der Rechtsufrigen Ukraine und ein Teil der Moldawischen Sowjetrepublik befreit. Die 8. Armee der Wehrmacht wurde dabei praktisch vollständig vernichtet. Während der Offensive Ende des Winters bzw. Anfang des Frühjahrs 1944 haben die Truppen der 2. Ukrainischen Front insgesamt sechs über die Ufer getretene Flüsse forciert.

Im Laufe der Dnepr-Karpaten-Offensive wurde die Ukraine mit Dutzenden Millionen Einwohnern vollständig befreit, und der Feind wurde um 250 bis 450 Kilometer nach Westen zurückgeworfen. Die Rote Armee nahm die Staatsgrenze im Südwesten der Sowjetunion unter ihre Kontrolle, und die Gefechte wurden nach Rumänien verschoben.

Der Preis für diese Erfolge war jedoch hoch. Am 29. Februar 1944 wurde der sowjetische Feldherr, Befehlshaber der 1. Ukrainischen Front, Armeegeneral Nikolai Watutin, von ukrainischen Nationalisten tödlich verletzt.

Dank dem Sieg der Roten Armee in der Rechtsufrigen Ukraine erreichten unsere Truppen die Grenzen an Polen und an die Tschechoslowakei sowie das Territorium Rumäniens. Er trug wesentlich zur Intensivierung der nationalen Befreiungsbewegungen in Mittel- und Südosteuropa bei. Die Frontlinie wurde unmittelbar an die für Deutschland lebenswichtigen Quellen von Nahrungsmitteln, Öl und anderen strategischen Rohstoffen in Russland und auf dem Balkan verschoben. Die Erfolge der sowjetischen Truppen hatten einen riesigen internationalen politischen Effekt. Rumänien, Ungarn und Bulgarien suchten seit dieser Zeit nach Auswegen aus dem Krieg (sie sahen ja sofort ein, wo die richtige Seite der Geschichte lag), und die Alliierten beschleunigten die Vorbereitung ihrer Truppenlandung in Frankreich.

Zu Ehren des 70. Jahrestags des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg hat die Bank Russlands am 29. September 2014 die Jubiläumsmünze emittiert, die der Dnepr-Karpaten-Operation gewidmet war.

Zum 90-jährigen Geburtstag Eduard Pessows

Heute, am 13. April, feiert der legendäre Fotoreporter Eduard Pessow seinen 90. Geburtstag.

Dank diesem legendären Fotografen konnten Millionen Menschen einmalige Bilder von historischen internationalen Treffen und Verhandlungen, Fotos aus dem Alltagsleben vieler Politiker der Sowjetzeiten, des modernen Russlands sowie anderer Länder sehen.

Eduard Pessow war offizieller Fotograf aller sowjetischen und russischen Außenminister, angefangen mit Andrej Gromyko. Unter Jewgeni Primakow wurde er offizieller Fotograf des Außenamts Russlands. Seine Dienstreisen umfassten die ganze Welt – er hat sechs Mal den Äquator überquert, ist durch das ganze Amerika gereist, hat etliche entlegene Ecken der Sowjetunion besucht – von der Beringinsel bis zu Kuschka. Er hat nicht nur viele unglaubliche Dinge gesehen, sondern auch so gemacht, dass auch die ganze Welt diese Bilder sehen konnte. Mit seinen Bildern schrieb er quasi die Geschichte der russischen Außenpolitik und Diplomatie mit (ohne diese Bilder wäre es sehr problematisch, ja unmöglich gewesen, diese Geschichte zu visualisieren). Er schuf nicht nur Bilder, sondern versetzte sich in die Ereignisse und auch die Personen, die er fotografierte.

Eduard Pessow wurde mit etlichen russischen und internationalen Fotopreisen ausgezeichnet, insbesondere mit dem Preis des angesehen internationalen Wettbewerbs World Press Photo 1982. Im Jahr 2005 wurde ihm der nationale Fotopreis „Goldenes Auge Russlands“ verliehen. 2007 wurde er mit der Medaille des Ordens „Für Verdienste um das Vaterland“ zweiter Klasse und 2012 mit dem Orden der Freundschaft ausgezeichnet.

Herr Pessow hat ein besonderes Lebensgefühl und einen tollen Humor. Heute, an seinem 90. Geburtstag, hat der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, ihm gratuliert. Im Namen unseres ganzen Kollektivs und vor allem im Namen unserer Informations- und Presseabteilung wünsche ich ihm viel Gesundheit und viel Inspiration; und alle möglichen Schwierigkeiten, mit denen er auf dem Weg konfrontiert werden könnte, kann er, wie immer, gerne sagen: „Ihr könnt noch lange warten!“

Fortsetzung folgt…


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