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Lukaschenko droht im Falle neuer EU-Sanktionen, den Gashahn zuzudrehen

Russland
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Die EU plant neue Sanktionen gegen Weißrussland, woraufhin der weißrussische Präsident Lukaschenko als Antwort auf neue EU-Sanktionen einen Stopp des Gastransits nach Europa ins Spiel gebracht hat. Kann Lukaschenko tatsächlich den Gashahn zudrehen?

Derzeit bekommt Europa über vier Pipelines russisches Gas geliefert: Die Ukraine-Pipeline (Druschba), die weißrussische Pipeline (Jamal-Europa), Nord Stream 1 und Turkstream. Nord Stream 2, die fünfte Pipeline ist fertiggebaut, aber die Zertifizierung durch die deutschen Behörden steht noch aus.

Die Jamal-Europa-Pipeline führt aus Russland über Weißrussland nach Polen und von dort weiter nach Deutschland. In den letzten Tagen haben deutsche Medien immer wieder berichtet, es werde derzeit kein Gas durch die Pipeline gepumpt und das damit begründet, dass am deutschen Gasanlieferpunkt Mallnow kein Gas eingetroffen sei. Das ist eine bewusste Täuschung der Leser, denn in Wahrheit hat Gazprom Gas durch die Jamal-Pipeline nach Polen gepumpt, allerdings hat Polen das Gas für sich abgezweigt, weil Polen unter einem akuten Gasmangel leidet, nachdem das amerikanische Flüssiggas, auf das Polen gesetzt hat, in diesem Jahr zu einem sehr großen Teil nicht nach Polen, sondern nach Asien gegangen ist.

Polen hat daher das russische Gas bei den deutschen Importeuren gekauft und direkt in sein nationales Gasnetz geleitet, weshalb einige Tage kein Gas in Mallnow angekommen ist. Mehr noch: Es gab sogar kurzzeitig eine Umkehr des Gasflusses, weil über Mallnow Gas aus Deutschland nach Polen geleitet wurde.

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