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Lorenz Caffier - Politische Privatsachen

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Lange hatte sich Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier gegen einen Rücktritt gewehrt. Dann musste er einsehen: Es kommt zu viel zusammen. Über einen Mann und seine Skandale

Es gibt diese Politiker, die einen Skandal aussitzen können – und nicht nur einen. Die bei jeder Affäre den Eindruck erwecken, ihr Karriereweg sei unerschütterlich. Sie machten keine Fehler. Und die Kritiker, die Medien, die politischen Gegner – die sollten sich mal nicht so haben mit ihrer Kleinlichkeit, ja, Bösartigkeit!

http://schema.org/Person">Lorenz Caffier (CDU) gehörte zu diesen Politikern. Bis er, Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister, am Dienstag von seinem Amt zurückgetreten ist, weil er einsehen musste: Es gibt eine Dichte an Skandalen, Verfehlungen, persönlichen Verwicklungen, die irgendwann auch für den größten Aussitzer kaum mehr zu ertragen ist. Manchmal, wenn zu viel zusammenkommt, gibt es keinen Weg mehr außer den Weg aus dem Amt.

Caffier, 65 Jahre alt, seit 2006 Minister, seit 2011 zusätzlich stellvertretender Ministerpräsident, war einer der zentralen Politiker seines Bundeslandes. Sicher einer mit Verdiensten, wie könnte das anders sein bei jemandem, der in schwierigem politischen Umfeld so lange besteht.

Er war aber auch einer, der nie den Ruch loswurde, ein Mann des politischen Fehltritts zu sein. Ein Mann, den Kritik eher eine Spur zu wenig interessierte und bewegte.

Da ist, natürlich, die Geschichte mit der Waffe, aufgedeckt von der taz – der Skandal, der in den vergangenen Tagen besonders heftig diskutiert wurde. Caffier musste sich dafür rechtfertigen, dass er einst eine Pistole bei einem Waffenhändler aus dem Umfeld einer rechtsextremen Gruppierung gekauft hat. http://schema.org/Person">Manuela Schwesig, die SPD-Regierungschefin, war derart alarmiert, dass sie Caffier öffentlich aufforderte, sich vor dem Parlament zu erklären. Diese Erklärung zu geben, dazu war er offensichtlich nicht in der Lage.

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