Nachdem Dr. Markus Söder unter dem Beifall der Genossen von Links bis Linker die verbliebene Autorität von Armin Laschet so lange untergraben hatte, bis Gelb und Grün endlich Gespräche mit der SPD vorzogen, ließ er gleich darauf wissen, seine CSU sei kein „Ersatzrad“, falls die Ampel-Gespräche scheitern sollten – also macht mal hinne!
Der Spiegel will in Söders Gepolter und schlechtem Benehmen gar eine Taktik erkennen, einen „geheimen Vierjahresplan“ zur Machtergreifung. Dumm nur, dass im übernächsten Jahr noch die bayerische Landtagswahl ins Haus steht, da könnte es passieren, dass die Pläne vom Markus nicht mit denen der Bayern korrelieren, die ihm schon bei der Bundestagswahl das schlechteste CSU-Ergebnis seit 70 Jahren servierten.
Nun, wenn auch ein klein wenig spät, erklärt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof auch noch die von Söder (mit eigenem Ethikrat) im März 2020 verhängte Ausgangssperre für unwirksam. Dazu bescheinigten die Richter Söders Regierung ein „fragwürdiges Menschenbild“, was dem Erfolg des Vierjahresplans ebenfalls im Wege stehen dürfte.
♦ Währenddessen in Österreich. Große Aufregung wegen Gefälligkeitsberichterstattung für Kanzler Kurz gegen Anzeigen von Bundesbehörden.
Das Theater muss man deutschen Lesern erklären, wird doch bei uns ganz offen über Steuergelder in Höhe von „220 Millionen für Digitalisierung“ geredet, um die „Medienvielfalt- und Verbreitung“ zu fördern. Also die Verbreitung und Vielfalt linker Medien, versteht sich.
Regierungsnahe deutsche Medien sähen ohne die zahllosen Ministeriums-Anzeigen für Impfen und Corona, für Demokratie leben und anderen Trallala der Regierungsparteien noch trauriger aus, als sie es ohnehin tun. Im Gegenzug (?) – oder im vorauseilenden Gehorsam (?) – wurde Merkel zur Heiligen erklärt und die Medien spielten die Messdiener. Die SPD profitiert(e) gleich doppelt vom Geldsegen für gute Berichterstatter, unterhält sie doch ein eigenes Medienimperium, was für Laien kaum durchschaubar ist.