Wacht auf, Ihr Dichter und Denker!

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Ein Aufruf zum Hinschauen und zur Befreiung des Denkens

Wie kann man ein „normales Gespräch“ führen, das inhaltlich über das persönliche Befinden oder das Wetter hinausgeht, wenn man keinen gemeinsamen Nenner, keine gemeinsame Basis hat? Wie ist ein inhaltlich sinnvolles Gespräch mit jemandem möglich, der an lauter Dinge glaubt, von denen man weiß, dass sie nicht real sind und dass sie erfundene Ideen und haltlose Konzepte sind, die der andere bloß von anderen übernommen hat?

Das geht nur, wenn der andere bereit ist, eine neue Perspektive einzunehmen und seine fest eingefleischten Meinungen beiseite zu stellen. Und genau das ist von blindgläubigen Menschen am wenigsten zu erwarten. Man riskiert bei ihnen viel eher, für verrückt gehalten oder gar als Bedrohung erlebt zu werden.

Also, dann lieber doch nur übers Wetter und ganz persönliche Empfindungen sprechen und ansonsten zu allem Aberglauben bedeutungsvoll nicken.

Denn das, was die Menschen in unseren Breitengraden für die „Realität“ halten, ist mittlerweile so weit entfernt von der überprüfbaren Realität der Fakten, dass eine kommunikative Brücke zwischen Skeptikern oder sogar Fakten-Kennern und den Gläubigen sehr schwierig und unwahrscheinlicher geworden ist. Die Menschen habe sich daran gewöhnt, in Blasen von eingebildeter Pseudo-Realität zu leben und lieber die Wirklichkeit, jede Skepsis und jedes Nachfragen soweit wie möglich von sich fern zu halten.

Was dazu führt, dass wir nicht mehr von und über die Wirklichkeit sprechen können.

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