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Die Zwangsvereinigung von SPD und KPD wurde 1946 mit den Methoden durchgedrückt, die für kommunistische Regime seit Lenin typisch sind: Tricks und Terror. Sozialdemokraten, die sich der politischen Zwangsehe widersetzten, wurden in Lagern und Zuchthäusern inhaftiert oder anderweitigem physischen oder psychischen Druck ausgesetzt.

Für viele Sozialdemokraten war die Zwangsvereinigung „ein Weg direkt dorthin zurück, wo sie auch während der Nazi-Zeit für ihre Überzeugungen eingesessen hatten, – in denselben Konzentrationslagern und Zuchthäusern litten sie jetzt erneut“, schrieb Werner Sonne 2014 im Tagesspiegel. Denn die Sowjets hatten die alten Konzentrationslager wieder eröffnet – nur kurz, nachdem die letzten Insassen, die noch unter Hitler dort einsaßen, frei gekommen waren: „Es gab keine Gaskammern, keine Massenhinrichtungen. Aber es gab die Dystrophie, den durch Mangelernährung verursachten schleichenden Tod.“

Der legendäre Sozialdemokrat Kurt Schumacher, der unter Hitler gemeinsam mit den Kommunisten im Konzentrationslager saß, hatte schon 1930 der KPD vorgeworfen, sie sei eine „rotlackierte Doppelausgabe der Nationalsozialisten“. Nach 1945 wiederholte Schumacher diesen Vorwurf, und nannte die Kommunisten „rot-lackierten Faschisten“.

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