Bundespressekonferenz: Wünschen sich Journalisten mehr Zensur?

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Der Messengerdienst »Telegram« war am Montag eine der zentralen Themen auf der ersten Bundespressekonferenz mit der neuen Regierung – auf der ich leider selbst keine Fragen stellen konnte.

Nachdem bereits die Einführung einer 2G-Regeln die Teilnahme im Saal für mich unmöglich macht, wurden heute meine Fragen im Online-Tool einfach ignoriert – während viele anderen Mitglieder der Bundespressekonferenz gleich mehrere Fragen stellen konnten. Das wirft die Frage auf: Lässt die Bundespressekonferenz kritische Fragesteller bewusst nicht zu Wort kommen?

Die Fragen der Kollegen zu Telegram riefen bei den kommentierenden Zuschauern auf Youtube eindeutige Reaktionen bevor. Den Journalisten könne es wohl gar nicht schnell genug gehen mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit in dem Messenger-Dienst, so der Tenor: Dass ausgerechnet Journalisten nach Zensur riefen, sei bemerkenswert. Ich mache mir diese Meinungen nicht zu eigen – als Mitglied der Bundespressekonferenz halte ich mich zurück, was die Beurteilung der Arbeit von Kollegen angeht. Aber gerne bringe ich hier im Wortlaut die Fragen und die Antworten, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Bemerkenswert finde ich auch etwa die Frage vom Kollegen von der »Süddeutschen Zeitung«, ob sich aus der Protestbewegung eine Terrorbewegung entwickelt. Und die Frage, ob man Apple und Google auffordern könne, die Telegram-App nicht mehr anzubieten. Kommentatoren sahen diese Frage als indirekte Aufforderung an die Regierung, das zu tun.

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