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Politik Ausland
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Kämpfer Palästina

US-Präsident Trump hat mit der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem den Palästinensern den Traum auf einen eigenen Staat zerstört oder gezielt die Lunte für eine finale Lösung gezündet.

Der 70te Jahrestag der Gründung Israels ist ein Feiertag in Israel, was stören da schon 60 Tote bei der Einweihungsfeier der Botschaft. Das Eröffnungsgebet wurde von den beiden christlichen Führern den Evangelikalen John Hagee und Robert Jeffress gehalten. Für die ein Zitat aus dem Brief des Fürsten der Juden von Konstantinopel am 21. Kislew 1489 an Chabor, Rabbi der Juden von Arles am 13. Schewat 1489 passend ist. "Ihr berichtet, man zerstöre Euere Tempel: Sorget dafür, daß Euere Kinder zu Domherren und Geistliche werden, damit sie die christlichen Kirchen zerstören!"

Israelische Soldaten haben im Zuge der Demonstrationen mindestens 114 Palästinenser getötet und ca. 10.000 Menschen verletzt.  Darunter 14 Kinder, die u.a. an dem eingesetzten Tränengas erstickt sind. Die schwerbewaffneten Sturmtruppen Palästinas, warfen ihre Steine und nur durch reinen Zufall kam kein israelischer Soldat zu Schaden.  

"Die israelischen Besatzungskräfte haben gerade den Mann auf dem Bild erschossen. Sie nahmen ihm sein Land, sie nahmen ihm seine Beine, sie nahmen ihm sein Leben.

Die Palästinenser leben im Gaza-Streifen wie in einem Gefängnis. Einen eigenen Staat habe sie nicht, Israel meint, ihr Land gehöre Israel. Und nur weil die Palästinenser meinen, ein mindestens so großes Recht wie die Israelis zu haben, an dieser Stelle zu leben, wurden sie von den Israelis in diesem Ghetto zusammengepfercht.

Würde Israel das nicht machen, hätten die Palästinenser die demokratische Mehrheit im Land und könnten mehr als nur mitbestimmen. Alle Außenkontakte sind im Gaza-Streifen verboten. Die Palästinenser dürfen das Meer nicht zum Fischen nutzen, und sie erhalten nur so viel Wasser über die Grenze, wie Israel will. Sie sind von Israel zum Aussterben verdammt.

Aber man spricht die Juden dort besser nicht darauf an, wie das zu ihren spezifischen Ghetto-Erfahrungen passt? Und wenn man die Bundesregierung fragt, wie sie das Erschießen von 70 Demonstranten sieht und warum sie die Wirtschaftsblockade gegen die Palästinenser unterstützt, gibt es nur eine bedeutungslose Antwort, während die Bundesregierung bereits die nächste Waffenlieferung an Israel vorbereitet." Quelle: Marylin Moelders


"Im Spital in Gaza-Stadt fehlen auf der Notfallstation dafür die Worte, schildert Ayman al-Sabhani: «Die Kinder fragen uns: ‹Weshalb schiessen sie auf uns? Weshalb töten sie uns? Weshalb? Weshalb?› Niemand kann diese Frage beantworten. Niemand." Quelle: SRF


International gab es zum Teil harte Kritik am Vorgehen Israels. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warf Israel "Genozid" im Gazastreifen vor . Die türkische Regierung forderte den israelischen Botschafter Medienberichten zufolge zur Ausreise auf. Quelle: Morgenpost


Und Yair Lapid, Vorsitzender der Oppositionspartei Yesh Attid, schrieb im sozialen Netzwerk vom Bedauern des Staates Israel über "den Tod jedes unschuldigen Menschen. Aber kein Land der Welt wäre einverstanden, dass hunderte Terroristen in sein Territorium eindringen. Die Armee reagiert entschlossen und kraftvoll, und das muss sie auch." Quelle: Der Standard

Es ist ein erschreckendes Schauspiel der politischen Schachzüge, Israel führt einen kontinuierlichen Vernichtungsfeldzug gegen die Palästinensern und beruft sich auf eine ausgefeilte Rechtfertigungsrhetorik und die Hamas nutzt den kalkulierten Kollataralschaden eigener Leute mit dem weltweiten Aufschrei, angesichts des brutalen Vorgehens der Israelis. Eins ist sicher, die Israelis waren nie in Lebensgefahr, das die Tötung erklären würde.

"Die radikalislamische Hamas hat inzwischen mit ihren Massendemonstrationen an der Grenze eine neue Waffe im Propagandakrieg mit Israel erfunden. Dessen Armee kann gar nicht zulassen, dass tausende junge Männer ins Staatsgebiet strömen und dort möglicherweise Gewalttaten begehen. Und die Hamas weiß, dass Israel stets mit voller Härte gegen solche Provokationen vorgeht und sich nicht um die Reaktionen kümmert, die solche Bilder weltweit auslösen. Und da viele Demonstranten offenbar bereit sind, als Märtyrer im israelischen Kugelhagel zu sterben, war das Blutbad vorbestimmt. Es ist eine von beiden Seiten inszenierte Tragödie, die Chronik eines angekündigten Todes."

Es ist Krieg, Israel fühlt sich angegriffen und verteidigt seine Grenzen und da gehören eben häßliche Szenen, wie das Erschiessen Verwundeter dazu. >>> Bericht und Video

Wie wird die Israelische Reaktion aussehen, wenn Deutschland ebenso sein Recht auf einen souveränen Nationalstaat einfordert und umsetzt. Ertönt das wieder das alte Lied der "ewigen Schuld" oder wird Israel den Deutschen Freiheitskämpfern beistehen?

Denn wenn schon ein AfD-Führer Gauland "Im Ernstfall einer existenziellen Bedrohung Israels, an dessen Seite zu kämpfen und zu sterben" proklamiert und das von den Deutschen ebenso einfordert, sollte das gleiche von Israel zu erwarten sein.

Den Israel ist für uns kein Staat wie jeder andere. 

Israels Existenz hängt von der abschliessenden Korrektur, de facto militärischer Dominanz im Nahen Osten ab, ansonsten ist Israel demnächst von der Landkarte ausradiert. Israel wird also alles unternehmen, damit im Nahen Osten ein großer Krieg ausbricht.

 

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