Das Militär baut eine weitreichende Gesichtserkennung auf, die im Dunkeln funktioniert

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Überwachung
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Das US-Militär gibt mehr als 4,5 Millionen Dollar aus, um eine Gesichtserkennungstechnologie zu entwickeln, die das Muster der Wärmeabstrahlung von Gesichtern liest, um bestimmte Personen zu identifizieren. Die Technologie würde im Dunkeln und über große Entfernungen funktionieren, wie aus Verträgen hervorgeht, die in einer Bundesdatenbank veröffentlicht wurden.

Die Gesichtserkennung wird bereits vom Militär eingesetzt, das die Technologie zur Identifizierung von Personen auf dem Schlachtfeld nutzt. Aber die bestehende Gesichtserkennungstechnologie stützt sich normalerweise auf Bilder, die von Standardkameras, wie sie in iPhone oder CCTV-Netzwerken zu finden sind, erzeugt werden.

Nun will das Militär ein Gesichtserkennungssystem entwickeln, das Infrarotbilder analysiert, um Personen zu identifizieren. Das Army Research Lab hat bereits früher Forschungen auf diesem Gebiet veröffentlicht, aber diese Verträge, die Ende September 2019 begannen und bis 2021 laufen, zeigen, dass die Technologie nun aktiv für den Einsatz im Feld entwickelt wird.

"Die Sensoren sollen in Umgebungen nachweisbar sein, wie z.B. Ziele, die durch die Windschutzscheibe eines Autos gesehen werden, Ziele, die von hinten beleuchtet werden, und Ziele, die durch leichtes Wetter (z.B. Nebel) verdeckt werden", so das Verteidigungsministerium bei der Ausschreibung.
Bild: USPTO/ Polaris

Das DoD fordert, dass die Technologie in ein Gerät eingebaut wird, das klein genug ist, um von einer Person getragen zu werden. Das Gerät soll aus einer Entfernung von 10 bis 500 Metern operieren und Personen auf einer Watchlist erfassen können.

Nach den Details der Forderung beaufsichtigt die Defense Forensics and Biometrics Agency die Arbeiten an der Technologie direkt. Letztes Jahr berichtete OneZero, dass die DFBA für die gesamte Gesichtserkennung, Fingerabdruck- und DNA-Analyse des DoD verantwortlich ist. Will Graves, der in der Army-Anfrage nach der Technologie als Hauptansprechpartner aufgeführt ist, hat die DFBA seit 2018 auf einer Reihe von Industriekonferenzen vertreten.

    "Die Sensoren sollten in Umgebungen nachweisbar sein, wie z.B. Ziele, die durch die Windschutzscheibe eines Autos gesehen werden, Ziele, die von hinten beleuchtet werden, und Ziele, die durch leichtes Wetter (z.B. Nebel) verdeckt werden.

Zwei Unternehmen arbeiten im Auftrag der DFBA an dieser Technologie, Cyan Systems, Inc. und Polaris Sensor Technologies.

Polaris Sensor Technologies hat seinen Sitz in Huntsville, Alabama, und vertreibt eine Technologie, die Infrarotbilder verarbeitet, um mehr Details herauszubekommen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte für die Bereiche Verteidigung, Überwachung und Industrie. Im Jahr 2018 forschte das Unternehmen gemeinsam mit ExxonMobil, wie Infrarotkameras zur Erkennung von Ölverschmutzungen eingesetzt werden können. Polaris hat auch ein US-Patent speziell für die Infrarot-Gesichtserkennung, das im Juni 2019 erteilt wurde. Das Patent zeigt, wie ein Wärmebild manipuliert werden kann, um den Detailgrad drastisch zu erhöhen.
Die Sensoren von Polaris Sensor Technologies sind klein genug, um in der Hand gehalten zu werden. Bild: Polaris

Cyan Systems hält auch ein US-Patent auf die Verfeinerung von Wärmebildern, ist aber eher geheimnisvoll über seine Technologie.

Die Infrarot-Gesichtserkennung mit großer Reichweite hat das Potenzial, die Fähigkeit des Militärs zur Identifizierung von Personen, die selbst innerhalb einer Viertelmeile an Militärpersonal vorbeigehen, drastisch zu erhöhen. Gemäß der Anfrage des DoD wird das neue Gerät zur Identifizierung von Personen auf einer Beobachtungsliste eingesetzt, anstatt die gesamte Datenbank des DFBA zu durchforsten.

Es ist relativ wenig darüber bekannt, wie das Militär die Gesichtserkennung einsetzt, aber fortgesetzte Investitionen in die Technologie lassen vermuten, dass das Militär dies als Priorität betrachtet.

"Die Fusion einer etablierten Identität und der uns bekannten Informationen ermöglicht es uns, zielgerichteter zu entscheiden und zu handeln und, falls nötig, tödlich zu sein", schrieb der Direktor der DFBA im letzten Jahr in einer Präsentation.

Übersetzt aus OneZero mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)