In der europäischen Geschichte hat es kein politisches Gebilde gegeben, welches in so diametralem Gegensatz zum päpstlichen Rom ins Leben getreten wäre, wie das im Widerspiel zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation erstandene Deutsche Reich.

Dies gilt erst recht vom Königreich Preußen, durch welches das Reich angebahnt worden ist. Und so hat des Reiches Baumeister dem Konflikte mit dem päpstlichen Rom unmöglich entgehen können. Schon als preußischer Gesandter am Bundestag zu Frankfurt a. M., in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, hat Bismarck, sobald er die preußisch-deutsche Politik aufgriff, wie sie Friedrich der Große durch die Eroberung Schlesiens und die Begründung des deutschen

Fürstenbundes mit Ausschluß von Österreich für alle Folgezeit festgelegt hatte, mit dem unausweichlichen Widerpart den Degen kreuzen müssen. Die Auseinandersetzung mit dem Habsburgischen Österreich und mit dem Napoleonischen Frankreich, den römisch-katholischen Vormächten, kam einer Auseinandersetzung mit dem päpstlichen Rom gleich. Vollends der kirchenpolitische Konflikt oder der sog. ,, Kulturkampf", wie Bismarck diesen 1871/87 hat durchfechten müssen, ist, wie er selbst ihn verstanden hat, nur eine Episode in dem Kampfe gewesen, der seit einem Jahrtausend und länger vom päpstlichen Rom geführt worden ist, um das deutsche Volk unter das Joch des römischen Papsttums zu bringen.

Um Wesenart und Tragweite dieses unausgleichbaren Konfliktes zwischen dem päpstlichen Rom und dem Deutschen Reiche zu verstehen, muß man ihn zugleich aus welthistorischer und nationaler Perspektive heraus erfassen. Weder bei Darlegung des Entstehens des preußischen Staatswesens noch des Deutschen Reiches ist dies bisher in zureichendem Maße geschehen.  […]

Die Differenzen zwischen Bismarck und dem Kaiser erwiesen sich in der Tat als unausgleichbar. Sie betrafen zunächst die Haltung gegenüber den Sozialdemokraten: während Bismarck diese noch gewaltsam niederhalten wollte, meinte es der junge Monarch erst noch mit einem möglichst weitgehenden Entgegenkommen in der Arbeiterfrage versuchen zu müssen. Obgleich mit den bezüglichen Endzielen einverstanden, warnte Bismarck vor Überstürzung und bezweifelte überdies, daß die Sozialdemokraten auf diese Weise zu befriedigen und zu beschwichtigen seien.

Zum mindesten hielt er ein gemeinsames internationales Vorgehen und somit eine Verständigung mit den anderen Mächten für unerläßlich, indem sonst die einseitig belastete deutsche Industrie im Weltbetriebe zu schwer beeinträchtigt erschien. Auf seine Anregung waren Delegierte der Mächte zur Zeit bereits in seinem Kanzlerpalais versammelt, ohne daß indes eine weit gehende Verständigung in Aussicht stand. Schwerer als diese Differenz, welche schließlich doch nur das einzuhaltende Tempo in der von Bismarck selbst der Krone aufgegebenen sozialpolitischen Frage betraf, wogen die selbstherrlichen Tendenzen Wilhelms II. Ähnlich wie dereinst Friedrich Wilhelm III. v. Stein gegenüber, wollte er mit den Ministern über den Kopf des Ministerpräsidenten hinweg, mit Umgehung desselben, verkehren. Dies widersprach einer Königlichen Verordnung vom Jahre 1852, welche selbst Friedrich Wilhelm IV. zu erlassen für zweckmäßig befunden hatte. Bismarck erklärte, die Verordnung vom konstitutionellen Standpunkt aus für unerläßlich und weigerte sich, zu ihrer Beseitigung oder Abänderung die Hand herzugeben. Hierzu kam endlich auch noch die Verschiedenheit in Auffassung und Behandlung der auswärtigen Lage, indem Bismarck durch die Diplomatie des Kaisers das Verhältnis zu Rußland gefährdet erachtete.

Obgleich die ,, römische" Frage zur Zeit nicht akut war oder doch nur insoweit die parlamentarische Machtstellung des Zentrums in Betracht kam, sollte die Unterredung Bismarcks mit Windthorst den Bruch zwischen Kaiser und Kanzler besiegeln, die drohende Katastrophe unmittelbar herbeiführen. Die Art wie Seiner Majestät die Begegnung hinterbracht worden war, ließ ihn argwöhnen, daß Bismarck die parlamentarische Situation anders zu nutzen dachte, als es der Kaiser selbst vorhatte. Er ließ Bismarck alsbald durch den Chef des Zivilkabinetts, L u c a n u s , das Gebot übermitteln, daß wenn er Abgeordnete bei sich empfangen wolle, um mit ihnen politische Gespräche zu führen, er dem Kaiser zuvor Bericht zu erstatten habe. Bismarck entgegenete etwa: er bitte, Seiner Majestät zu sagen, er lasse Niemanden über seine Schwelle verfügen.

Hierüber war Kaiser Wilhelm so aufgebracht, daß er sich am folgenden Morgen höchstselbst unangemeldet im Kanzlerpalais einfand. Bismarck lag noch zu Bett und mußte sich erst ankleiden. Als der Kaiser wissen wollte, was die Unterhandlung mit dem Zentrumsführer zu bedeuten gehabt habe, und die Forderung wiederholte, von der artigen Verhandlungen mit einem Parteiführer rechtzeitig unter richtet zu werden, entgegnete Bismarck, daß er seinen Verkehr mit Abgeordneten keiner Aufsicht unterwerfen und über seine Schwelle niemanden gebieten lasse. ,,Auch nicht, wenn ich es Ihnen als Souverän befehle?" rief erregt der Kaiser. Worauf Bismarck: „Der Befehl meines Herrn endet am Salon meiner Frau." Falls er dem Kaiser unbequem sei, sei er gern bereit, sich zurückzuziehen. Damit war der Bruch gegeben. […]

Im Vordergrunde stand die sozialpolitische oder Arbeiterfrage. Mit Hinweis auf diese gelang es dem Unermüdlichen, mit Hilfe des ,, Katholikentages" im Mai 1890, die Grundlage zur Erweiterung des „katholischen VolksVereins" über ganz Deutschland" zu legen. Abermals eine echt jesuitische Schöpfung, wie sie im Bairischen schon Anfang der siebziger Jahre angesponnen worden war. Das Bindemittel war, wie schon die Überschrift, für das „katholische" Deutschland, besagte, die römisch-katholische Konfessionalität. Trotzdem sollte derselbe keine kirchliche, sondern eine rein „politische" Organisation darstellen.

Um das priesterliche Regiment, dem er sein Dasein verdankte, zu verdecken und ihn als eine Laienorganisation erscheinen zu lassen, befand sich im Vorstande kein einziger Kleriker. Wie fest dabei die römischen Priester die Zügel in der Hand hatten, hat vor einigen Jahren selbst ein so gewiegter Politikus, wie der Freiburger Rechtsanwalt Fehrenbach, der Vorsitzende der Zentrumsfraktion im badischen Landtage, zu klassischem Ausdruck gebracht, indem er in einer Versammlung des Volksvereins ausrief: „Vertrauen wir der erprobten, wetterharten Führung unserer Geistlichkeit!" — Der „politische" Verein ist denn auch um die „Zustimmung" des Heiligen Vaters in Rom eingekommen, die ihm Leo XIII. unterm 23. Oktober 1890 freudigst erteilt hat. Es sei ein „edles" Beginnen, „das den Beifall und die Unterstützung aller gut gesinnten Männer, aber auch die Hilfe des allmächtigen Gottes finden und die reichsten Früchte des Heiles bringen werde".

Die Organisation erwies sich als eine so wirksame, daß anderthalb Jahrzehnte später Pius X., in einer Enzyklika vom 11. Juli 1905 an die „Katholiken Italiens", dem Verein, wie Hüsgen, der Biograph Windthorsts, triumphierend bemerkt, bezeugte, daß seine umfassende Tätigkeit bereits herrliche Früchte gezeitigt habe und ihn der ganzen Welt zum Muster vor Augen stellte, als „gemeinsames Zentrum für die Katholiken aller sozialen Klassen, besonders für die großen Volkskreise." Die „sozialpolitische" Bedeutung des Vereins bestand somit darin, daß er, ähnlich wie das Zentrum selbst, die verschiedensten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schichten mit Hilfe der römisch-katholischen Konfession und Priesterherrschaft zu einem von der Geistlichkeit leicht dirigierbaren politischen Verbände zusammenschweißte. […]

Damit war der Untergang des Deutschen Reichs besiegelt – Katholiken und Sozialdemokraten sind eine höllische Kombination des Verrates.

 

Als beim Hingang des greisen Recken, am 30. Juli 1898, die Welt den Atem anhielt, vermochten wenigstens die deutschen ultramontanen Blätter nicht umhin, die Fahne zu senken und ihm als dem Schöpfer des Reiches zu huldigen. Alles, was sie unter der Direktive der Jünger Loyolas ihm in den Weg gelegt hatten, damit ihm das Werk nicht gelinge, schien vergessen, mit dem Deutschen Reiche unter preußischer Vorherrschaft hatten sich auch die Römlinge nachgerade abgefunden.

Allein der Gegensatz blieb trotzdem ein unausgleichbarer: jede dem nationalen Helden dargebrachte Huldigung ging denen, für die das Papsttum mit seinem „heiligen" Rom Erstes und Letztes ist, nun einmal wider den Strich. Wenn auch gegen den Toten nicht mehr so gewütet und Gift gespien wurde, wie zu seinen Lebzeiten, so konnte doch nach Jahr und Tag geschehen, daß beispielsweise bei Einweihung eines Bismarckturmes über einem „gut" katholischen Städtchen, wie dem badischen Ettlingen am Ausgange des einst klosterreichen Albtales, die Festteilnehmer nächtlicherweile mit Steinwürfen bedacht wurden.

Solange es eine Ecclesia militans, ein auf Weltherrschaft gerichtetes päpstliches Rom und ein romfreies Deutschland mit einem protestantischen Kaiser an der Spitze gibt, wird der Groll der römischen Fanatiker gegen den Schöpfer und Träger des deutschen Reiches nie erlöschen, die Unterwerfung des Reiches unter den römischen Stuhl treibend und getrieben von ihnen angestrebt bleiben. Unzweideutiger kann dies nicht bekundet werden, als durch den zur politischen Einschulung von Römlingen über das ganze Reich verbreiteten ,,Windthorst- Bund".

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Das Versäumnis Bismarcks, den handelsrechtlichen Status der NGOs, angefangen vom Staatenbund rechtzeitig zu erkennen und in einer Monarchie, ohne Winkelbezug zum Vatikan souverän zu stellen, ermöglicht, bis heute der Kirche den Zugriff auch die Bodenrechte. Die Auswirkung, einer über die Sozialisten organisierte Entrechtung und Ausplünderung der Deutschen entspricht dem heutigen Zustand "Deutschlands".

Mecklenburg auf dem Gebiet des Großherzogthum Mecklenburg-Strelitz und dem Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin hat in seiner Geschichte den Blutzoll für die Weigerung sich dem Vatikan auszuliefern gezahlt.

Damals so wie heute gilt, der Kirche keinen Quadratmeter mecklenburgischen Bodens zu überlassen.

Das Großherzogthum Mecklenburg-Strelitz und das Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin hat sich mit dem Großherzog Friedrich Maik souverän gestellt,

  • ist aus dem Bundesgebiet des Deutschen Reiches ausgetreten,
  • ist nicht im Bund der BRD-NGO und gehört nicht zum Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland,
  • und mit Datum des 25. Juli 2019 wurden alle Klöster, Stifte und Komtureien in dem Gebiet des Großherzogthum Mecklenburg-Strelitz und Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin gepfändet.

 Der Mecklenburger Weg in eine sichere Zukunft

An unseren Taten werden wir gemessen, nicht an unseren Reden


Unsere Verantwortung gilt Mecklenburg,

den Bürgern im Gebiet des Großherzogthum Mecklenburg-Strelitz

und des Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin.

Friedrich Maik, Großherzog von Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Schwerin.

Sonntag den fünften Januar zweitausendundzwanzig