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Ein 18-Jähriger will mit „flüssigen Magneten“ der Nasa die Weltmeere von Plastik befreien

Bild von A_Different_Perspective auf Pixabay

Umweltbelastung
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Fionn Ferreira lebt auf einer abgelegenen Insel in West Cork, einer Küstenregion in Südirland. Vor einigen Jahren hat er beim Kajakfahren an einem Felsen Öl entdeckt, das kurz davor ausgelaufen war. An dem Gestein hafteten winzige Kunststoffstücke von weniger als fünf Millimetern Länge — das, was Wissenschaftler als „Mikroplastik“ bezeichnen.

Da Mikroplastik sehr klein ist — etwa so groß wie ein Sesamsamen — fällt es Wissenschaftlern schwer, Lösungen zu finden, wie man es aus der Umwelt entfernen kann. Aber Ferreira hat sich an etwas Entscheidendes erinnert, als er das ölbedeckte Gestein am Ufer näher betrachtet hat.

„Es hat mich zum Nachdenken gebracht“, erklärt Ferreira. „In der Chemie zieht sich Gleiches an.“

Kunststoff und Öl sind unpolar, was bedeutet, dass sie in der Natur wahrscheinlich aneinander haften bleiben. Als angehender Wissenschaftler hatte Ferreira die Vermutung, dass der gleiche Effekt mit einer magnetischen Flüssigkeit, die sich in Lautsprechern und elektronischen Geräten befindet, erzielt werden könnte.

Am Montag hat Ferreira den Hauptpreis der Google Science Fair in Höhe von 50.000 US-Dollar (44.600 Euro) für sein Experiment gewonnen, das beweist, dass die Flüssigkeit Mikroplastik aus Wasser herauslösen kann.

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