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„Niemand kann sich acht Stunden konzentrieren“

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wirtschaft
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Jahrelang rieb sich Lasse Rheingans zwischen Job und Familie auf. Sein Traum: Kürzer, aber nicht weniger arbeiten. In seinem eigenen Unternehmen führte er die 25-Stunden-Woche ein. In einem Buch zieht er nun Bilanz.

WirtschaftsWoche: Herr Rheingans, ganz neu ist die Idee ja nicht mehr, bei vollem Gehalt die Arbeitszeit zu reduzieren – es gab etwa die Vier-Tage-Woche in Neuseeland. Sie führen aber das erste Unternehmen in Deutschland, wo offiziell nur fünf Stunden pro Tag gearbeitet werden muss. Warum gerade fünf Stunden, nicht vier oder sechs?
Ich habe darüber viel nachgedacht. Sieben Stunden machen einfach keinen großen Unterschied gegenüber acht. Bei sechs Stunden müsste eine Stunde vor dem Feierabend noch die Pause eingeschoben werden und man wäre am Ende doch zwei Stunden länger im Büro. Nach dem Mittagessen ist außerdem meistens die Energie weg. So richtig produktiv arbeiten können da die wenigsten. Also landete ich bei fünf Stunden und dachte mir: Man kann nicht viel verlieren, höchstens etwas lernen.

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