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Di, Aug
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Dieser Staat hat uns gekündigt - Akzeptieren wir das!

Bild von dianakuehn30010 auf Pixabay

Deutschland
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Das schreckliche, aber keineswegs unerklärliche Geschehen in Frankfurt am Main und die politische Reaktion darauf haben abermals überdeutlich gemacht: Dieser vom Parteienkartell in Besitz genommene Staat ist nicht willens und in der Lage, seine Bürger zu schützen. Er wird es auch in Zukunft immer weniger sein.

Die fast schon erbarmungswürdige Hilflosigkeit des amtsmüden Innenministers Horst Seehofer sollte eigentlich auch den gutmütigsten Zeitgenossen demonstriert haben, wie unheilbar zerstört der Vertrag zwischen Bürgern und Staat ist.

Das zu begreifen, ist in Deutschland allerdings besonders schwer. Denn es gibt wenige Länder, in denen Staatsgläubigkeit und Staatsvertrauen so ausgeprägt sind wie zwischen Flensburg und Konstanz. Das hat verschiedene Ursachen, nicht alle sind gut.

Auf jeden Fall weiß man außerhalb der inzwischen weit offenen deutschen Grenzen besser als hierzulande: Der Staat ist ein notwendiges Übel, das ständiger kritischer Beobachtung und Kontrolle statt unkritischer Anbetung bedarf. Der Vertrag zwischen den Bürgern und dem Staat lautet nämlich ganz nüchtern: Die einen zahlen Steuern und entwaffnen sich, der andere sorgt für die technische und soziale Infrastruktur sowie mit dem Waffenmonopol für den Schutz im Innern und nach außen.

Ob der Staat diesen Pflichten nachkommt, das ist das Kriterium für die Entscheidung der Bürger, ob der Staat den Vertrag einhält. Was die Bundesrepublik Deutschland betrifft, kann die Entscheidung nur lauten: Der Staat in seinem jetzigen Zustand bricht den Vertrag in jeder Weise. Denn die Infrastruktur ist in vielen Bereichen marode. Und sowohl innen wie nach außen kann von einem glaubwürdigen Schutz keine Rede mehr sein. Die Tatsache, dass es noch keine Mehrheit unter den Bürgern Deutschlands gibt, die das ebenso begreift, ändert für diejenigen, die den wahren Zustand des Staates begriffen haben, nichts an ihrer Erkenntnis.

Erkenntnisse sind gut, aber sie müssen auch zu Konsequenzen führen. Diese Konsequenz lautet: Wenn der Staat den Vertrag bricht – und er tut es täglich – dann ist das eine faktische Kündigung seiner Vereinbarung mit uns, den erkennenden Bürgern.

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