Der ewige Unterthan - ein weiterer Kommentar von Martha Pfahl

Gesellschaft
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Nein, der „Unterthan“ ist kein Schreibfehler. Das schrieb man vor rund 100 Jahren noch so.

Und vor 100 Jahren dachte man wohl auch oft noch so. Nur paßt das noch so? Also mal ganz untertänigst gefragt...

Ich habe mir vor einigen Tagen ein wirklich vom Inhalt her ziemlich gutes Video (https://www.ewigerbund.org/personalausweis-1916-vaterlaendischer-hilfsdienst) angesehen.

‚Sascha‘ hat viel recherchiert und schlüssig dargelegt, daß wir uns noch im Belagerungszustand befinden und in einem solchen halt besondere Gesetze gelten. All das zu wissen ist wichtig und für die allermeisten aufgeschreckten Aufklärungshühner ist das ein wohl notwendiger – oder besser: nötiger – Zwischenschritt auf dem Weg zum geistigen und bewußten Erwachsenwerden.

Ich bewundere wirklich(!) ganz ehrlich Saschas Einsatz und seine Bereitschaft sich seinem König (oder Fürsten in anderen Fällen) zu unterwerfen.

Das zeugt von Mut dieses öffentlich zu bekunden.

Das zeugt von einem Ehrgefühl, daß – diplomatisch schöngefärbt – keine 10% der deutschen und deutschstämmigen Männer mehr haben.

Das zeugt von Verantwortungsbewußtsein „seinem“ Land gegenüber, das man generell in den verlorenen Generation hirngewaschener und sozialistisch indoktrinierter Gender*innen so sehr sucht und finden will.

Das zeugt aber leider auch von kindlicher Unselbstständigkeit und dem Verlangen nach einer Führungsfigur, der man wieder die ganze Verantwortung für seine Betreuung aufs Auge drücken kann und will.

Das zeugt auch davon, noch nicht erwachsen zu sein und die Verantwortung für sich und sein Leben als Souverän anzunehmen.

Ja, solange wir unserer selbst und unserer Göttlichkeit noch nicht bewußt und sicher sind, halten wir Ausschau nach dem nächsten Souverän, der uns FÜHREN („ein ungeliebtes deutsches Wort“) soll.

Für eine Übergangszeit, in der die Lämmer gemächlich aufwachend zu Löwen werden (sollten), könnte ich das hinnehmen. Aber in dem ganzen Bewußtwerdungs-, Bewußtseins- und Bewußtheitsprozess den ganz „Entwicklungsscheiß“ (sorry, God) - nur diesmal unter anderer Flagge in einer anderen Windrichtung wehend – nochmal(!!) durchzuziehen?

Danke, aber nein danke! Ohne mich! Wenn anstelle eines korrupten und faschistischen Besatzungsregimes nun ein König mir sagte, wie ich zu leben und zu denken habe, dann bin ich der erste, der sich auch diesem Regime wieder entgegenstellt; oder besser noch: entzieht!

Aber leider, sind die meisten Muggel weder bereit noch fähig, anarchistisch und selbstverantwortlich zu leben und zu handeln. Und bevor jetzt wieder jemand aufschreit: Untersucht bitte genau die Herkunft und die Bedeutung von „Monarchie“ und „Anarchie“. Ein griechisches Wörterbuch könnte da helfen.

Mein, unter den derzeitigen möglichen Voraussetzungen, mir angenehmes Gesellschaftsmodell, wäre eine politisch unkorrekte Zweiklassengesellschaft: Der eine, aufgewachte und bewußte Teil der Bevölkerung lebt als Souverän mit allen Rechten, Privilegien, aber auch Pflichten sich selbst und der Gesellschaft gegenüber; und der andere (und ich befürchte, der seeehr viel größere) Teil lebt weiter in der Betreuung und läßt sich von Papa Staat oder Papa König oder Papa Pastor sagen, wo‘s lang geht. Müssen wir das echt immer und immer wieder haben? Anscheinend ja.

Nicht, daß ihr meint, ich sei ein Feind der Monarchie. Gar nicht! Nur, alles steht und fällt mit einem kompetenten, feinfühligen und wohlwollenden Herrscher. Und wieso muß ich da grad an Mecklenburg denken? ☺ Man müßte auch dieses Gesellschaftsmodell entstauben und auf heutige Bedingungen anpassen. Ging ja in der Geschichte bisher auch immer.

Ja, ich könnte „meinem“ König oder Fürsten (dem Firsten, dem Ersten) die Verwaltung meines Kollaterals überlassen und so meinen Beitrag zum Bestehen einer Volksgemeinschaft leisten. Denn ein König ohne „Folg“ ist gar nix.

Denn wenn er sich nicht als guter Treuhänder meines Kollaterals erweist, dann sollte ich es ihm auch problemlos wieder entziehen können und ihn durch einen anderen Treuhänder ersetzen können.

Oder noch besser: Gleich selbst die Verwaltung meines Kollaterals übernehmen…!!!

Aber dafür braucht man ja wieder Eigenverantwortlichkeit. So‘n Mist!  Dann doch lieber die Sportschau mit Bier und Chips auf dem Sofa, einmal im Jahr nach Malle und samstags Auto waschen. Mit Atemmaske natürlich. Manchen reicht das. Ich korrigiere: Vielen reicht das. Viel zu vielen. Leider. Quo vadis Germania?

Ihr wißt schon. Man liest sich...


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