23 researchersp.jpg.2559913von Daniel Lingenhöhl, Spektrum

Vor der Küste der USA erstreckt sich ein riesiges sauerstoffloses Gebiet im Golf von Mexiko. Ursache ist wahrscheinlich das Abwasser der Fleischindustrie.

Vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana erstreckt sich die größte Todeszone im Golf von Mexiko seit Beginn der Überwachung 1985: Sie reicht in ihren Ausläufern von Texas bis nach Florida und umfasst eine Fläche von rund 23 000 Quadratkilometern – das entspricht 8,9 Mal dem Saarland. Damit übertrifft die Ausdehnung der sauerstofflosen Gebiete im Meer sogar noch die pessimistischen Prognosen der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA, die im Juni das maximale Ausmaß noch auf etwa 21 000 Quadratkilometer geschätzt hatte. In diesen Teilen des Golfs ist der Sauerstoffgehalt des Wassers so stark abgesunken, dass darin fast kein Leben mehr existieren kann: Fische, Krustentiere oder Muscheln wandern entweder ab oder sterben.

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Bild: © NASA, Jeff Schmaltz / NASA GSFC, MODIS Rapid Response Team
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von Ulrike Kuhlmann, Heise

Als vor sechs Jahren die Kernschmelze im AKW Fukushima begann, mussten die Brennstäbe mit kaltem Wasser geflutet werden. Bald sind die fast 600 Auffangbehälter für das kontaminierte Wasser voll. Tepco will es nun im Meer entsorgen.

Die Kernschmelze in drei Reaktoren des AKW Fukushima vor sechs Jahren konnte Tepco nicht stoppen. Mit viel Wasser wollte der Betreiber aber zumindest die weitere Ausbreitung aufhalten. Das wurde schon damals zum Problem, denn die Wassermassen blieben nicht in den (zerstörten) Abklingbecken, sondern flossen unkontrolliert ins Meer und ins Grundwasser. Deshalb wurden Stahltanks aufgestellt, bis heute etwa 580 Stück, die jeweils 1000 Tonnen des kontaminierten Wassers fassen. Von dort wurde es gereinigt: Cäsium und Strontium sowie 60 weitere radioaktive Substanzen ließen sich nach Angaben von Tepco herausfiltern; Tritium blieb dagegen im Wasser.

Die riesigen Behälter auf dem Gelände sind nun weitgehend gefüllt, weshalb Tepco überlegt, das Wasser ins Meer abzuleiten.

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Bild: Pixabay

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