Um sein Wasser zu verteidigen, kämpft ein kleines Dorf gegen Nestlé – In Vittel gibt es kein Wasser mehr!

Umweltbelastung
Typography
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

In Vittel gibt es kein Wasser mehr. Immer wieder wehren sich verzweifelte Menschen, weil Nestlé ihnen das zum Leben notwendige  Wasser stiehlt. Freuen können sich dann die Kunden, die in den Discountern Mineralwasser zum Schnäppchenpreis angeboten bekommen, wie gerade das bei dem Mineralwasser Vittel von Nestlè der Fall ist.

Doch bereits 2018 teilte der Verband France Nature Environment (FNE) in einer  Erklärung mit, dass dem Ort Vittel das Wasser ausgeht:„“Der internationale Riese Nestlé Waters hat die lokalen Ressourcen genutzt, um das Wasser nach Deutschland in Flaschen zu exportieren und zu vermarkten. Auch auf die Gefahr hin, den Grundwasserspiegel zu senken und die lokale Bevölkerung zu schädigen. 750 Millionen Liter, diese Menge an Wasser soll Nestlé jedes Jahr in Vittel aus dem Boden pumpen – und trocknet die kleine Gemeinde im Osten Frankreichs damit langsam aber sicher aus. Zurzeit werben Supermärkte mit dem Mineralwasser von Nestlé – 1 Liter für 0,30 Euro- 6X1,5 Flaschen für 2,69 Euro – 45 % gespart.

Während sich die deutschen Verbraucher über das Angebot freuen, geht den Menschen in Vittel langsam das Wasser aus: Der Grundwasserspiegel sinkt dramatisch, die Einwohner von Vittel, sollen sogar per Pipeline aus anderen Gegenden Wasser erhalten. „Vittel, das ist in Frankreich das Wort für Mineralwasser schlechthin“, so Nestlé auf seiner Webseite.

weiterlesen

Bild von 955169 auf Pixabay