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Technik
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Batterie PapierVon Buch der Synergie / Bild: © Rensselaer / Victor Pushparaj

Eine relativ junge Entwicklung bilden die sogenannten Papier-Batterien, die den Namen zumeist ihrer äußerlichen Ähnlichkeit mit Papier verdanken. Sie sind extrem flach, elastisch und lassen sich biegen oder knicken. Neben den weiter oben aufgeführten organischen Batterien werden häufig auch die später präsentierten Plastik- und Polymer-Batterien mit diesem Begriff bezeichnet (s.d.). Es gibt aber auch mehrere Ansätze, die tatsächlich auf pflanzlicher Zellulose basieren.

Der Begriff Paper Power Cell taucht m.W. zum ersten Mal Ende 2006 in einem Bericht koreanischer Forscher des Unternehmens Rocket auf (bislang nicht verifiziert). Interessanterweise bezeichnet sich eine 2008 in Shanghai gegründete Firma Hua-Yi Industrial Co. Ltd. als Hauptproduzent dieser Papier-Energiezellen. Über beide genannten Unternehmen ist jedoch nichts Näheres zu finden.

Der 1994 gegründete RFID Hersteller KSW Microtec AG in Dresden hat in seinem Produktportfolio auch sogenannte smart Labels, von denen das ab 2002 eingeführte Label VarioSens, ein semi-aktiver Temperatur-Daten-Logger mit RFID Interface, der mit einer papierdünnen Lithium-freien Batterie ausgestattet ist, die eine Lebensdauer von 2 Jahren besitzt. Eingesetzt wird dieses Produkt zur Überwachung der Temperatur von Blutkonserven. Leider habe ich noch nicht herausfinden können, um welche Form von Batterie es sich bei dieser sehr sinnvollen Umsetzung handelt, und ob sie von KWS selbst hergestellt oder hinzugekauft wird.

Die Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG, Jena, übernimmt im Jahr 2006100 % der KSW-Aktien, um sie 2011 für 24 Mio. € an die niederländische SMARTRAC N.V. weiterzuverkaufen, einen weiteren führenden Entwickler, Hersteller und Zulieferer von RFID-Transpondern.

Forscher des Rensselaer Polytechnic Institute (RPI) in Troy, New York, stellen im August 2007eine von ihnen bereits patentierte Papier-Batterie vor, die aus Zellulose besteht, biologisch abbaubar und völlig ungiftig ist. Bei ihrer Variante durchbrechen die Wissenschaftler den sonst typischen Aufbau einer Batterie, bei der Elektrolyte und Elektroden durch eine Zwischenschicht getrennt werden.

Stattdessen konstruieren die Wissenschaftler ein Kompositmaterial, bei dem Kohlenstoff-Nanoröhrchen sowie ein ionische Flüssigkeit als Elektrolyt in ein Papier-Substrat eingebracht werden, wobei sich die Komponenten molekular miteinander verbinden. Das Ergebnis besteht zu 90 % aus Zellulose, wiegt genauso viel wie Papier, sieht so aus und fühlt sich auch so an. Es kann gerollt, gefaltet und sogar gestapelt werden, um mehr Leistung zu erzielen.

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