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Rechtswillkür
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Was bedeutet eine Zwangsversteigerung? Wissen Sie das? Wissen Sie das wirklich? Oder denken Sie immer noch so, wie die Mehrheit aller Deutschen?

So ziemlich jeder, der noch nie in solch eine Situation geraten ist, denkt bei einer Zwangsversteigerung unweigerlich daran, dass der Kreditschuldner/-nehmer seinen Zahlungen auf Dauer nicht mehr nachkommen kann und die von der Bank finanzierte Immobilie deshalb unter den sogenannten „Hammer“ kommt. Das Objekt wechselt den Besitzer, der zahlt die Bank aus, die Schulden gehen wieder auf null und alle leben glücklich, bis ans Ende ihrer Tage; der Schuldner, der neue Besitzer und die Bank natürlich auch.
What a wonderful World...

Vor langer, langer Zeit war das vielleicht einmal so. Damals gab es auch noch die Möglichkeit, sich mit dem Bänker seines Vertrauens hinzusetzen und einen Plan auszuarbeiten, wie man den Kredit für eine Weile aussetzen, niedrigere Raten vereinbaren kann oder auch mal eine Lebensversicherung einsetzt. Dies geschah oft, wenn der Mann als Alleinverdiener seinen Job verlor. Früher allerdings bekam man noch relativ schnell einen neuen oder die Frau sprang kurzfristig ein, mit einem Minijob oder ähnlichem. Die meisten erholten sich von der Durststrecke und konnten ihre Schulden wieder ausgleichen. Wäre das nicht so gewesen, gäbe es die vielen älteren Hausbesitzer heute nicht mehr. Aber das ist lange her. Heute sieht das alles ganz anders aus.

Was bedeutet eine Zwangsversteigerung heute?

Schauen wir uns hierzu einmal ein paar Zeilen aus Wikipedia, der weltweit größten Enzyklopädie, an:

Die Zwangsversteigerung (Subhastation) ist ein Vollstreckungsverfahren, das im Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG) geregelt ist (vgl. Verweis in § 869 Zivilprozessordnung).

Eine Zwangsversteigerung ist also ein Vollstreckungsverfahren, welches der Zivilprozessordnung (ZPO) untergeordnet ist. Also nichts, was mit öffentlichem Interesse zu tun hat. Sollte es aber, da der Grund und Boden auf unserem Land innerhalb des öffentlichen Interesses liegt. Auf diesem Grund und Boden leben und dafür arbeiten wir, die Öffentlichkeit. Oder wie fänden Sie es, wenn sich der deutsche Grund und Boden, unsere Häuser und Höfe, unsere Felder und Äcker in der Hand von Banken, ausländischen Investoren und Spekulanten befände? Nicht so toll? Ja, das ist sicher nicht erstrebenswert. Doch genau in diese Richtung bewegen wir uns. Die Immobilie ist längst zu einem lukrativen Spekulations- und Handelsobjekt mutiert. Sie dient nicht mehr als dauerhaftes Heim für die hier lebende Bevölkerung.

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Bild: Pixabay

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