Der US-Botschafter in Deutschland, Grenell, hat dem Magazin „Spiegel“ anti-amerikanische Tendenzen vorgeworfen.

In einem Brief Grenells, den der „Spiegel“ veröffentlichte, heißt es, die jüngst enthüllte fehlerhafte Berichterstattung habe sich zu einem großen Teil auf die US-Politik bezogen. Die anti-amerikanische Berichterstattung des Magazins habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen und sei mit der Amtsübernahme von Präsident Trump ins Uferlose gestiegen. Der stellvertretende „Spiegel“-Chefredakteur Kurbjuweit wies dies zurück. Wenn man den amerikanischen Präsidenten kritisiere, sei das nicht Anti-Amerikanismus, sondern Kritik an der Politik des Mannes im Weißen Haus.

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Bild: Pixabay

Der US-Botschafter hat einen schwierigen Drahtseilakt vor sich. Die Schnittstellen zur Gesellschaft sind alle durch Vasallen der Kabale besetzt und um diesen gordischen Knoten zu lösen, wird es immer wahrscheinlicher das Schwert für den befreienden Hieb anzusetzen.

"Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat wegen des Betrugsfalls beim „Spiegel“ eine unabhängige Untersuchung gefordert und dem Nachrichtenmagazin „anti-amerikanische Berichterstattung“ vorgeworfen. Die Chefredaktion wies diesen Vorwurf zurück.

Die Betrugsenthüllungen „bereiten der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika große Sorgen“, teilte der Vertreter von US-Präsident Donald Trump in Deutschland in einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung mit. Dies sei vor allem deshalb der Fall, weil es in einigen dieser gefälschten Berichte um US-Politik und bestimmte Teile der amerikanischen Bevölkerung gegangen sei. „US-Botschafter Richard Grenell hat diese Bedenken heute in einem Brief an die „Spiegel“-Chefredaktion dargelegt und eine unabhängige und transparente Untersuchung der Angelegenheit erbeten“, heißt es in der Mitteilung der Botschaft weiter." Quelle: Handelsblatt