Medien
Typography

ApothekeBild: Screenshot von PDF

Die politischem Diskurs eigentlich unverdächtige Apotheken-Gazette Baby & Familie veröffentlichte im Februar einen Artikel, in dem sattsam bekannte Propagandisten, wie z.B. von der Amadeu Antonio Stiftung, ihr soziales Gift gesellschaftlicher Spaltung in Deutschland offen, reichlich und unhinterfragt verspritzen durften.

Das ist deswegen so erstaunlich, weil erstens kaum jemand in einem derartigen Anzeigenblättchen politisch abwegige Propaganda vermuten würde und zweitens der Propaganda-Müll dort eine Alleinstellung erhält – denn es gibt keinen kontinuierlichen politischen Diskurs in derartigen politisch überwiegend sterilen Blättchen. Gleichwohl – die Postille zählt zum Verbund der Apothekenumschau, verlegt im Wort & Bild Verlag in Baiersbrunn bei München. Mit über 20 Mio monatlicher Reichweite wirbt man stolz für sich als reichweitenstärkste Zeitschriftenkombi Deutschlands. Baby & Familie hat mit gut 700.000 monatlicher Auflage daran zwar nur einen kleinen Anteil – belegt aber mit einer Reichweite von 1,8 Mio im Familiensegment unangefochten Platz 1.

Gerade das Letztere ist es, was das Skandalöse an dem Ganzen ausmacht. Denn der Artikel (als PDF unten verlinkt) ist in KEINSTER WEISE dazu geeignet, Menschen und in sonders nicht junge Eltern mit kleinen Kindern im Umgang mit den aktuellen Verwerfungen in unserer Gesellschaft zu unterstützen. Eingeweihte wissen – das war auch nicht zu erwarten, sobald Vertreter der Amadeu Antonio Stiftung ihre schmutzigen Finger an irgendetwas legen. Dennoch – dass beim sonst so sehr auf politische Korrektheit ausgerichteten Wort & Bild Verlag (Politik ist anerkannterweise nun mal kein guter Grund für Anzeigengeschäft… ) hier nicht schon vor der Publikation alle Alarmglocken schrillten, muss verwundern.

Beschäftigen wir uns nun näher mit diesem widerlichen Hetz-Artikel, denn auf den ersten Blick thematisiert er ja ein durchaus realistisches, wenn wohl auch eher seltenes Szenario: Es mag rechtsextreme Eltern geben, die ihre kleinen Kinder tatsächlich in eine Kita geben – wenn dies auch eher die Ausnahme sein dürfte – wie Soziologen eigentlich wissen sollten. Das liegt daran, dass diese Eltern genau das BEFÜRCHTEN müssen, was dieser Schundartikel als Lösung für das angeblich so dräuende Problem ganz offen zu schüren versucht.

Nämlich einen völlig überflüssigen eher mit einem Hühnerhof vergleichbaren Eklat verpeilter Kita-Gender-Tussis und nicht minder verpeilter Mainstream-Eltern – denen es ganz offensichtlich nicht das geringste Problem bereitet, politische Diskurse durch blindwütigen Ausgrenzungs-Wahn selbst auf dem Rücken der Kleinsten auszutragen – und zwar in einem Raum, wo so ein Schammott schlicht und ergreifend NICHT hingehört.

Wie bitte sollen kleine Kinder im Vorschulalter denn mit sowas und dessen Folgen zurecht kommen? WO bleibt der bundesweite Aufschrei von Pädagogen und Soziologen angesichts der Tatsache, dass hier offen dazu aufgerufen wird, eines der bewährtesten Elemente gesellschaftlichen Zusammenhalts - nämlich die weitgehende Propagandafreiheit in der Kindererziehung – achtlos in den Staub zu treten? Hat sich jemand der dort schreibenden und zitierten Hohlköpfe auch nur einen Moment mal darüber Gedanken gemacht, was es für ein kleines Kind und seine Welt bedeutet, wenn es miterleben muss, wie auf die eigenen Eltern eine unterschwellige Hexenjagd eröffnet wird?

Analysiert man die Kommunikationsmuster des Artikels näher, kann einem nur ÜBELST werden – das ist fast schon drittes Reich in REINKULTUR! Und es beginnt gleich mit der Subheadline unter dem Aufmacher:

Immer öfter suchen Kitas Hilfe, weil sie es mit RECHTEN ELTERN zu tun bekommen. Wie sich verhalten, wenn deren Diskriminierung und Ideologien in den Kindergartenalltag eindringen?

Die einzige Vernünftige Antwort auf diese Frage kann nur sein, den Artikel am besten gleich ungelesen zum Klopapier zu legen. Denn: WAS bitte sind RECHTE ELTERN? Und warum sollten solche dann die Absicht haben, die hier suggeriert wird: Nämlich über ihre Kinder Diskriminierung und Ideologie in die Kindergärten zu tragen?

Befragen wir den Artikel dazu: Als Erstes lernen wir, dass man Mütter und Kinder ja allgemein nicht als RECHTE verdächtigt – und diese daher BESONDERS GEFÄHRLICH sind. Weiter lernen wir – es begänne nicht immer im Extremen.

Rechts-Sein (ACHTUNG: da behauptet jemand, es gäbe einen Seinszustand dieser Art…) hätte viele Formen. Dann ergänzt die Soziologin Prof. Dr. Michaela Köttig (ihre spätere Einlassungen erheben klar die Frage nach ihrer Kompetenz...): Die Abgrenzung, was extrem ist und was nicht, ist schwierig.

Tja – nun wissen die Leser ja ganz genau, was man in Baby & Familie unter RECHTE ELTERN versteht – oder? Die eigentlich verwertbare Aussage dieses Absatzes ist bis dahin genau NULL. Aber schauen wir weiter…

Daran schließt sich nämlich eines der üblichen und aus der Amadeo-Antonio-Ecke bestens bekannten Rührstücke über eine deutsche Mutter mit Migrationshintergrund an. Diese arme Frau wird von der kleinen Melanie (5) in der Kita zu Tode erschrocken, weil das Kind die fremde Mutter hartnäckig auffordert, in ihre Heimat zurück zu kehren… Die Betroffene reagiert – allerdings irgendwie merkwürdig.

Die Mutter erklärte Melanie, dass sie in Deutschland zu Hause sei, schon hier geboren wurde und auch einen deutschen Pass habe.

Was bitte soll eine 5-jährige mit diesem Pass-Geschwurbel anfangen? Ich denke so ziemlich Jedem wäre hier in den Sinn gekommen, das Kind kindgerecht anzusprechen – und ihm klar zu machen, dass seine Aufforderung keinen Sinn macht. Z.B. wo soll ich denn hingehen, wenn doch mein Zuhause hier ist. Würdest Du sowas tun? Würdest Du einfach in ein fremdes Land gehen, nur weil andere das wollen? Aber die Dramaturgie wollte das offenbar nicht… lieber diskutiert man da mit Pass, Geburt etc.

Die kleine Melanie fährt nun fort – mit ihren ACHTUNG: jetzt schon BELEIDIGUNGEN! Ja geht’s noch – woher bitte soll ein 5-jähriges Kind wissen, was Beleidigung ist und was nicht? Damit endet die Fall-Einblendung zunächst, um den Stab an die richtige Propaganda weiter zu reichen – nämlich:

Kinder wie Melanie gibt es überall in Deutschland. Sie fallen aber nicht immer auf...

Aha! Goebbels hätte das auch nicht besser hinbekommen können: Hier verweigert sich die Autorin des Schamotts bereits zum ZWEITEN MAL der genaueren Benennung dessen, was eigentlich gemeint ist. Vielmehr steht diese frische Behauptung ohne jede Evidenz einfach so im Raum – angehängt an eine leicht gekünstelt wirkende Story, die ebenfalls jeden Nachweises sowie einer möglicherweise relevanten Vorgeschichte entbehrt. Vielleicht hat es sich so zugetragen – vielleicht auch nicht – vielleicht wurde unterschlagen – vielleicht wurde hinzugedichtet – nix genaues weiß man nicht. ABER wir lernen: auf jeden Fall scheint es von solch hinterhältigen 5-jährigen RECHTEN SCHLÄFERN in den Kitas der Nation nur so zu wimmeln – und wir lernten ja bereits am Anfang, wie GEFÄHRLICH diese sind.

Der Artikel fährt fort und nun wird’s echt gruselig – denn, die Amadeu Antonio Stiftung kommt direkt zu Wort: „Kinder rechter Eltern sind nicht unbedingt anders als Kinder anderer Eltern. Sie fallen manchmal erst nach längerer Zeit auf, zum Beispiel weil sie sehr still oder sehr gehorsam sind“ sagt die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Heike Radvan, Leiterin der Fachstelle Gender und Rechtsrextremismus der Amadeu Antonio Stiftung in Berlin. Nun wieder die Redakteurin – oder noch Zitat (wer kann das schon wissen…) Oder die Kinder verhalten sich oft beleidigend oder abwertend vor allem wenn es um andere Herkunftsländer, Behinderungen oder nur um das Geschlecht geht...

Der interlektuell durchschnittlich begabte Mensch kann vor ratlos vor diesem Dünnschiss stehen. Welche Gedanken bitte können sich 5-jährige über die oben erwähnten Punkte machen? Außerdem ist es ein Grundmuster von heranwachsenden Kindern, vor allem im Kollektiv Andersein auszugrenzen – das war NOCH NIE anders. Aufgabe der Erzieher in diesem Kontext wäre, den Kindern behutsam und nachhaltig beizubringen, dass es falsch ist, andere Menschen aufgrund irgendwelcher einfachen Merkmale AUSZUGRENZEN – nicht nur aber auch, weil diese Mechanismen irgendwann mal JEDEN im Leben treffen können und sie nahezu immer die Seelen der betroffenen Menschen schwer verletzen.

Doch das sieht der Artikel anders – er hält es lieber mit der Forschung nach dem, was man in Wahrheit sucht – er fährt fort: „Es herrscht in den Familien häufig ein Klima der Ungleichwertigkeiten. Andere Menschen werden in Freund und Feind unterteilt...“ erklärt Radvan – offenbar ohne zu merken, dass sie selbst grad im Begriff ist, GENAU DAS zu tun und nun kommt es noch dicker:

„Kinder von extrem rechten Eltern sind meist von klein auf daran gewöhnt, ihr Familienleben und ihren Alltag GEHEIM zu HALTEN...“ sagt Köttig (die verpeilte Soziologin von oben…)

Aber sie tragen dann bestimmte Kleidermarken die Rechten als Zeichen dienen. (Anm: wer denn nun – die 5-jährigen ← Lachtablette, die Eltern – oder worum geht’s hier eigentlich?). Nun wird eine weitere Figur auf die Bühne geschoben:

„Es gibt einige Symboliken, mit denen RECHTE ihre GESINNUNG zwar zeigen, dies aber kodiert tun. Jemand der sich nicht damit auskennt, bemerkt dies nicht unbedingt“ erklärt die Berliner Diplom-Sozialarbeiterin Eva Prausner. Wer nun fortfährt ist unklar – aber leider fährt man fort: Gehören Eltern bestimmten (aha… so genau wollten wir es ja nun auch wieder nicht wissen…) Organisationen an, fallen deren Töchter durch akkurat geflochtene Zöpfe und lange Röcke auf. Auch die Söhne sehen oft sehr traditionell aus und tragen zum Beispiel keine amerikanischen Schriftzüge auf ihrer Kleidung.

Also an der Stelle schlägts nun schier dem Fass die Krone ins Gesicht. Was soll denn dieser BLÖDSINN? Wenn ein Mädchen Zöpfe hat, hat es Zöpfe. Punkt. Und wenn ein Kind keine meist ziemlich idiotischen englischen Sprüche oder US-Symbole auf seiner Kleidung hat, hat es keine. Fertig. MEHR hat weder verpeilte Kindergärtnierinnen noch verpeilte andere Eltern zu interessieren. Insbesondere ist es deren Aufgabe NICHT, die GESINNUNG anderer Eltern zu eruieren. Und überhaupt: was hat dieser Killefit überhaupt mit Melanie – dem Star dieses Artikels - zu tun? Nun – niemand weiß es und ich wette auch die Autorin Julia Jung nicht. Doch jetzt erfahren wir mehr über Melanie – die 5-jährige Agentin rechter Diskriminierung und Ideologie:

Melanie hatte schon öfter andere Kinder beleidigt, wollte nicht mit einem behinderten Kind spielen, sagte es stinke. Als dann die Sache mit der anderen Mutter passierte, und diese sich an die Kita-Leitung wendete, wurde klar, dass es Problem gab…

Fast gerät man ins Schluchzen ob derart dick aufgetragenen Schmalzes – und der Verdacht wächst, dass diese Story eher irgendeiner weichen Birne denn der Realität entsprang. Die einzig sinnvolle Frage zum bisherigen Tathergang wäre - WAS haben diese Kita- Tussis denn mit Melanie unternommen, als diese „Probleme“ auftraten? Hat man sich wenigstens überhaupt mal jemand ein einziges Mal KINDGERECHT mit der 5-jährigen befasst – oder rief man gleich nach dem, was nun folgt?

Eva Prausner arbeitet für das Projekt „Eltern stärken“ eines Jugendhilfeträgers, der vom Berliner Senat gefördert wird. „Ursprünglich haben wir uns an Eltern gewendet, deren Jugendliche in der rechten Szene waren“ erzählt sie – und nun fährt man ausnahmsweise mal mit der korrekten Zitierweise fort… „Tatsächlich aber kamen viel mehr Anfragen von Fachkräften aus Kitas und Schulen. Sie hatten es mit RECHTEN ELTERN zu tun – die waren das Problem.“

Aha – anscheinend gab es nicht genug Arbeit im ursprünglichen Bereich, was angesichts der uns aus den Kitas drohenden Großgefahr schon verwundern muss – und man beschloss, seinem auskömmlichen Dasein in der Sozialindustrie unseres Landes ein anderes Standbein zu verschaffen. Herzlichen Glückwunsch Frau Prausner – es scheint ja geklappt zu haben.

Fassen wir bis hierin zusammen: Was RECHTE ELTERN sind, weiß bis hierhin immer noch NIEMAND. Aber wir wissen – sie sind, ihre kleinen Kinder eingeschlossen sehr sehr böse und verhalten sich ebenfalls einschließlich ihrer Kinder ausgesprochen KONSPIRATIV. Bei alle dem aber führen sie das sinistre Ziel im Schilde, ihre Diskriminierung und Ideologie über ihre Kinder in die Kitas tragen zu lassen.

Wenn etwas die Bezeichnung Verschwörungstheorie verdient, dann doch wohl jener schier unfassbare POPANZ, den dieser Schwachsinnsartikel hier nach und nach aufbaut.

Vorsichthalber lässt man nun einen Teil des Handlungstrangs im Beispiel-Märchen aus. Denn die in der Folge beklagte EMPÖRUNG von Melanies Mutter könnte mit von Null deutlich verschiedener Wahrscheinlichkeit ja durchaus etwas mit der Art und Weise zu tun haben, WIE die Kita-Leitung Melanie's Mutter angesprochen hat…

Melanies Mutter reagierte empört, als die Kita-Leitung sie auf das Verhalten ihrer Tochter ansprach. Sie schimpfte, dass immer nur auf die, wie sie sagte, Ausländer-Kinder, Rücksicht genommen werde und dass diese immer bevorzugt würden. Nach diesem ersten Gespräch rief die Kita-Leiterin ihr Personal zusammen und schilderte die Situation. Alle sollten an einem Strang ziehen, auch um Melanie zu helfen.

Toll. Alle ziehen an einem Strang – aber zumindest für mein Auge als geübtem Leser ist ab hier völlig klar, dass die Story im wesentlichen auf Fiktion basiert. Weder wird irgendeine AUSSAGE zu den Gegenvorwürfen von Melanies Mutter gemacht – an denen im Zeitalter des Bahnhofsklatschertums ja durchaus etwas dran sein könnte – noch erfahren wir näheres über die pädagogische Situation von Melanie. Aber – in der Bahnhofsklatscher-Welt hat Gesinnungsforschung ja ohnehin immer nur in eine einzige Richtung Berechtigung: nämlich für die Hatz auf sogenannte RECHTE ELTERN. Dumm nur, dass wir noch immer nich wissen, WEN die eigentlich meinen. Von Selbstkritik – pädagogischem Diskuts, Suche nach kindgerechten Konzepten im Umgang mit Melanie, echter Problemlösung – keine Spur. All das tritt beiseite um WICHTIGSTEN Ziel Platz zu machen:

Der BEKEHRUNG von Melanies Mutter zur einzig wahren und richtigen Überzeugung.

Doch zuvor noch eine weitere Werbeeinblendung für das absurde Weltbild nach dem Strickmuster der Antonio Amadeo Stiftung:

Das folgende Zitat erspar ich mir aufgrund seiner Länge. Des Resultat ist das gleiche wie zuvor – und lässt sich auf einen schlichten Nenner bringen:

RECHTE gibt es überall – in Stadt, Land und fast hätte ich noch Fluss dazu gesagt…
RECHTE agitieren – oder sie agitieren nicht…
RECHTE lassen beiläufig diskriminierende Äußerungen fallen…
RECHTE wollen nicht, dass ihre Kinder mit ausländischen Kindern spielen oder auf Fotos mit ihnen sind…
RECHTE sind auch Bindeglieder…
RECHTE sind nett und engagiert…
RECHTE bauen persönliche Beziehungen auf um sie dann zur Verbreitung ihrer Propaganda zu missbrauchen…

Der letzendliche Nenner lautet hier klar: JEDER ist verdächtig!

Nun setzen wir wieder ein – schließlich muss der Bereich GENDER im Profil dieser Heike Radvan auch noch bedient werden… Geschickterweise uberlässt man das nicht ihr selbst, sondern lässt dies die Soziologin Köttig machen (was aber keinen Unterschied macht…).

Denn diese – wie oben beschrieben – bösen Rechten sind ja so derart böse…

„Und dann geht es los. Sie lassen ihre Ideologien im Gespräch wie beiläufig einfließen oder formulieren deutlich, dass sie etwa einen männlichen Erzieher nicht wünschen“.

Ups – haben Rechte per se etwas gegen männliche Erzieher? Große Teile des Lehrkörpers setzen sich Menschen männlichen Geschlechts (inkl. all seiner dutzenden gegenderten Variationen) zusammen – eigentlich stört das weitläufig niemanden. Doch - die Klärung folgt sofort…

Mit einem solchen Fall hatte Eva Prausner vor einigen Jahren zu tun (1,3,5,10,20,30?) Mehrere Eltern hatte sich dafür stark gemacht, dass der Mann gehen sollte, letzendlich störten sie sich an seiner Homosexualität...

Soso – nun klar ist, das ist die Sichtweise von Eva Prausner, der ICH anstelle der Eltern ebenfalls kein Vertrauen entgegen bringen würde – wenn man ihre bisherigen Äußerungen so betrachtet. Was bedeutet eigentlich LETZTENDLICH? Was war davor bzw. zusätzlich dazu? Gab es womöglich z.B. konkrete Hinweise darauf, dass der Erzieher die immerhin kleinen und interlektuell entsprechen wehrlosen Kinder irgendwie mit seiner Lebensweise belatschert hat - und hier meine ich keines irgendwas mit Missbrauch. So oder so hat sowas natürlich NICHTS in einer Kita verloren. Ich frage mich, wie erfuhren die Eltern überhaupt von der sexuellen Orientierung des Mannes? Fragen über Fragen – keine Antwort außer Evas Prausners Letztendlich-Urteil.

Und nun der Hexenhammer:

„Wenn die GESINNUNG auffällig wird, haben viele dieser Eltern zuvor bereits so gute Beziehungen aufgebaut, dass sie dann trotz solcher (Anm: WELCHER eigentlich?) Äußerungen nicht mehr ausgegrenzt werden, sondern im schlimmsten Fall sogar Unterstützung bekommen...“ so Prausner.

Oh – nun ist die Gefahr jetzt aber GANZ GROSS – zumindest für die Pfründe von Frau Prausner. Diese RECHTEN Eltern besitzen sogar die Unverfrorenheit nicht-rechte Eltern UMZUDREHEN. Frechheit sowas – und das gegen das offenbar gottesgleiche Urteil der Frau Prausner, nach dem der betroffene Kollege völlig harmlos war… Mithin gibt es ab jetzt mindestens zwei Menschen, die nicht irren können: Der Papst (aber nur in Glaubensfragen) und eben Frau Eva Prausner in Fragen rechter Eltern. Und scheinbar ist alles RECHTS, was sich ihrem gegenderten Weisheit-Urquell nicht beugen will. Ja das ist nun ganz schlimm – DAGEGEN muss etwas unternommen werden.

Und ab bekommt Melanie's Mutter ihr Fett weg – schließlich ist die ja an allem schuld:

Melanies Mutter war arbeitslos und alleinerziehend und hatte kein leichtes Leben. Ihren ganzen Frust und (ACHTUNG) Sozialneid ließ sie an den ihr fremden Menschen aus, wenn auch nur am Küchentisch. (also auch noch doof…). Aber Melanie hatte alles aufgenommen und weiter in den Kindergarten getragen.

Wir lernen – Hadern mit den Resultaten des Gesetzes-Mülls Hartz4 ist auch was schlimmes – nämlich SOZIALNEID. WAS BITTE IST DAS DENN? Gebrüder Grimm – oder was? Erstens haben inzwischen Millionen Menschen hierzulande jene schreienden Ungerechtigkeiten zu ertragen, die unsere krankes System mit Hartz etc. unablässig über sie entleert, OBWOHL sie sich nicht das Geringste zu schulden haben kommen lassen.

Hier geht es nicht um Sozialneid – sondern um glasklare soziale UNGERECHTIGKEIT, die mehr und mehr in unserer Weltmeister-Gesellschaft um sich greift. Dass da Frau Prausner ebenso wie den Mitarbeitern der Antonio Amadeo Stiftung bei ihren sicher gut dotierten Ehrenplätzen an der Futterkrippe öffentlicher Geldverschwendung hierfür eine gewisse Sensibilität abgeht, ist IHR Problem, nicht das der betroffenen armen Menschen. Wie blind ein solcher Mangel an sozialer Sensorik Menschen macht, beweist dieser Müllhaufen von Artikel ja nun hinlänglich.

Und jetzt darf die Soziologin Köttig wieder…

„RECHTE FAMILIEN erziehen meist gar nich so anders als normale Eltern. So wie wir unseren Kindern Werte vermitteln, fließen in die Erziehung dieser Kinder eben rechte Ideologien“ erklärt Köttig den dann doch gravierenden Unterschied.

Soso – da hätte die gute Soziologin während ihrer Vorlesungen vielleicht doch einmal weniger schlafen sollen – denn sonst hätte sie mitbekommen, dass es inzwischen eine pädagogische Binsenweisheit ist, dass der Einfluss der Eltern auf das Weltbild heranwachsender Kinder heute weitaus geringer ist als gemeinhin so gerne geglaubt wird. Damit bröselt ihre abstruse Theorie zum hinterhältigen Erziehungsmodell RECHTER FAMILIEN schon zu Anfang wie die WTC-Tower. Doch weiter geht’s mit der Quadratur des Schwachsinns:

In einigen rechtsextremen Gruppen führen Frauen und Männer ein sehr stark auf germanisches Brauchtum und Tradition ausgelegtes Leben. Dieses Weltbild spiegelt sich dann in der Kindererziehung wieder. „Es ist häufig wie in einer Sekte“ sagt Köttig. „Dadurch, dass die Kinder auch keinen Kontakt zu Kindern außerhalb der Szene haben, stellen sie natürlich lange Zeit keine Fragen“. In diesen Gruppen, Verbänden und Organisationen, die es in ganz Deutschland gibt, herrscht häufig ein extrem autoritäres Klima, nicht selten geprägt von Gewalt. „Andere Eltern sind weniger gewaltorientiert. Sie stärken vielmehr durch ihre Erziehung bewusst das Selbstbewusstsein ihrer Kinder. Sie hoffen so, dass ihr Nachwuchs auch später selbstsicher ihre Ideologie in die Welt tragen wird...“ sagt Prausner.

So JETZT Reichts es – den Rest dieses Quatsches lohnt die Schreibarbeit für das Zitieren nicht. Zum obigen ist anzumerken:

Dass Eltern und Kitas unterschiedliche Meinungen haben, sollte in einer Demokratie im Sinne der durch unser Grundgesetz garantierten Freiheiten kein Problem – sondern die Regel sein. Auf jeden Fall ist dies NICHTS, woran irgendwelche verpeilten Gender-Tussis rumzuwerkeln berechtigt wären. Sie habe die Kinder zu hüten – und Punkt. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Sämtliche Schilderungen von obskuren Germanenkulten seitens Frau Köttig oben sind VOLLKOMMEN aus der Luft gegriffen. Bis auf ein paar wenige vereinzelte Gruppen von Spinnern EXISITERT landauf und landab NICHTS in der Art der Phantasmen dieser verpeilten Soziologin. Und zudem: Selbst wenn – läge es im Bereich der persönlichen Freiheit, irgendetwas gut oder nicht gut zu finden. DIESE ist sogar auch von Kita- und Gender-Tussis zu respektieren.

Insgesamt aber, wird die Beschreibung der angeblich so bösen RECHTEN auf nahezu ALLE ausgedehnt: Klare Botschaft – JEDER ist verdächtig. Es entscheidet allein das Auge des Betrachters was wie zu werten ist – und hiermit ist der Willkür des in der sozial überlegenen Rolle befindlichen Personenkreise Tor und Tür geöffnet. Im Vergleich zur gepeinigten armen alleinerziehenden Mutter sind dies STETS irgendwelche womöglichen adretten aber zumeist strunzdummen Mainstream-Tussi's – wie der Artikel mehr als deutlich unterstreicht.

KEIN Wort im gesamten Machwerk über die wirklich beklagenswerten und überdies soziologisch BRANDGEFÄHRLICHEN sozialen Verwerfungen in unserer Gesellschaft – durch die ständig wachsend Arme diskriminiert und AUSGEGRENZT werden.

Wenn betuchte Eltern ihre Kinder nicht mit Kindern von Hartz-Beziehern SPIELEN lassen, lockt dieser für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt absolut FATALE UMSTAND nicht eine einzige dieser Gender-Tussis hinter dem Ofen hervor.

Arme Menschen müssen hierzu nicht einmal eine Sekte bilden – sie befinden sich längst in dem ihnen zugedachten gesellschaftlichen Ghetto. Wer dies als SoziologIn oder SozialerzieherIn nicht einmal ansatzweise erkennt, hat sein Studium nicht verstanden oder seinen Beruf verfehlt – oder beides…

Besonders verrätersisch ist hier, dass das im Traktat oben sogar das Kunststück fertig bringt, auch noch Eltern zu diffamieren, die wirklich die bestmögliche Erziehungsarbeit leisten - indem sie ihre Kinder eben zu Selbstbewusstsein erziehen.

Zum Ende des letzten Zitats hin – ist es natürlich wieder die Vertrreterin dieser nur noch unerträglichen Antonio-Amadeo-Stiftung – Frau Radvan - die hier den Pleitegeier voll abschießt, und das ausnahmsweise mal in dankenswerter Offenheit:

All diese Eltern nehmen bewusst in Kauf, dass ihre Kinder ausgegrenzt werden, und durch ihre erlernte Intoleranz große Probleme im sozialen Miteinander haben können. „Sie haben häufig auch einen Loyalitätskonflikt, wenn Kita und Elternhaus völlig unterschiedliche Meinungen vertreten. Das überfordert Kinder schnell“ erklärt Radvan.

Elten müssen sich der Aussage von Frau Radvan nach also GENAU überlegen, welche Meinung sie pflegen, wenn sie wollen, dass ihre Kinder keine Probleme mit gegenderten Kita-Tussis kriegen… ???? NA TOLL – genau so hat sich das unser Grundgesetz in Sachen Meinungsfreiheit ganz sicher gedacht, Frau Radvan.

Wandern Sie doch bitte in ein Land aus, wo sie IHREM WAHN frei fröhnen können – ober bewerben sie sich besser gleich für die Mars-Besiedlung. Zur Not: wie wäre USA oder Saudi-Arabien? Da wären sie zumindest jenen näher, denen sie hier mit ihrer Propaganda zu arbeiten.

Unsere Gesellschaft in der aktuellen Lage hier braucht Figuren wie Sie wie ein ausgetrockneter Wald das glimmende Streichholz. Wenn es um Beispiel für geistige Brandstiftung geht – gebührt diesem Artikel, zu dem Sie offenbar reichlich beitrugen, klar einer der ganz vorderen Plätze.

Für alle anderen: Es gibt eine ganz Reihe sehr vernünftiger Gründe sich gegen die Flüchtlingspolitik der GROKO zu wenden – und das ganz ohne einen einzigen, der sogenannter RECHTER Natur ist.

Das beginnt schon allein damit, dass es sich NACHWEISLICH nicht um ein Flüchtlingsproblem, sondern um eine von bestimmten einflussreichen Gruppen dieser Gesellschaft gewollte MIGRATIONSKAMPAGNE handelt – die allein irgendwelchen Partial-Interessen dient, aber der Gesellschaft und dem für zunehmend viele Menschen hier immer wichtigeren Sozialsystemen immens SCHADET. Wer Menschen aufgrund ihrer absolut legitimen Meinung zu diesem Spektrum DRANGSALIEREN will, betreibt klar eines: MEINUNGSFASCHISMUS.

Der gesamte Artikel der Autorin Julia Jung befeuert von Anfang bis Ende so genau DAS, was in ihm irgendwelchen ominösen – und im Verlauf all der vielen Seiten niemals näher spezifizierten - RECHTEN unterstellt wird. Es wird der Gesinnungsschüffelei, dem Meinungsimperalismus, der Ausgrenzung und einem komplett sinnlosem Aktionismus das Wort geredet – ohne auch nur im Nebensatz auf die real reichlich vorhandenen sozialen Verwerfungen in unserer Gesellschaft einzugehen.

Als Beobachter dieses Unrats will ich mit ein paar Gedanken zur kleinen Melanie enden – die dank des blinden Aktionismus irgendwelcher verpeilten Gender-Tussis eine schlimme Erfahrung machen musste: nämlich dass ihre Mutter eine arme Qualle ist, auf der jeder dahergelaufende Hinz und Kunz nach Belieben herumtrampeln darf. Was das für das weitere Erziehungsverhältnis zwischen Mutter und Kind bedeutet, sollte vor allem Pädagogen und Sozialarbeitern doch das eine oder andere zu denken geben.

Und mit dieser Erfahrung ist Melanie in diesem Land der Hartz-Sanktionen und zahlreicher weiterer fehlgeleiterer Wahnvorstellungen beileibe nicht allein… Inzwischen machen Millionen von Kindern – erhebliche Teile unseres Nachwuchses - ähnliche Erfahrungen. Wenn man denn schon so gerne ein richtig großes und schweres – und vor allem REALES - PROBLEM sucht: HIER wäre eines, und das muss nicht einmal erst einwandern. Es ist bereits da – seit dem Jahrtausendwechsel gezüchtet durch eine über diverse Koalitionen hinweg (die bekanntlich niemand wählen kann...) gesellschaftszerstörende Agenda-Politik, deren Früchte inzwischen drohen, ganz Europa in den Untergang zu reißen.

Quelle:  PDF Babyfamilie

0
0
0
s2sdefault

You have no rights to post comments

Medien News