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Auf der Suche nach dem Weltgehirn: Der Dokumentarfilm der beiden französischen Künstler Stéphane Degoutin und Gwenola Wagon lädt den Zuschauer zu einer Reise in die Welt der Daten ein.

"World Brain" hat die Form eines Essay-Films, in dem die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion verschwimmen. Er fragt nach der Stellung des Menschen in einer mehr und mehr automatisierten Welt. Ist der Mensch eine Maus in einem weltweiten Labor geworden? Können wir nur mit Hilfe von Wikipedia-Tipps in der Wildnis überleben? Was haben Haie mit dem Internet zu tun? Das fragen die beiden französischen Filmemacher in ihrem Film über das Internet von heute und das mögliche Internet von morgen. „World Brain“ beschäftigt sich mit der Architektur von Rechenzentren, der kollektiven Intelligenz von Kätzchen, dem Hochfrequenzhandel, dem Überleben im Wald und transhumanen Ratten.

Der Dokumentarfilm nähert sich dabei in essayistischen Fragmenten den Utopien, Mythen und Ideologien, die mit der Entstehung einer kollektiven Intelligenz und der Hypothese eines weltweiten Netzwerks verbunden sind.Die Utopie von der globalen Verbindung mit dem Netz lässt die Menschheit über ein gigantisches Projekt fantasieren: den Aufbau eines eigens für den Datenkomfort konzipierten globalen Raumes mit Hunderttausenden von Datenzentren, die mittels unterseeischer oder unterirdischer Kabel miteinander verbunden sind. „World Brain“ zieht den Zuschauer in diese prometheische Maschine hinein, in der, wie viele glauben, sich ein Weltgehirn herausbildet, von dem wir lediglich die Neuronen wären.

„Die Frage nach der Beschaffenheit des Internets wird häufig aus technischer oder politischer Sicht, vor allem hinsichtlich der Privatsphäre, beleuchtet. Und diese Aspekte sind natürlich auch sehr wichtig. Wir wollten die Frage jedoch unter einem anderen Blickwinkel stellen: nämlich mit Blick auf das Verhältnis des Menschen zu der Welt, in der er sich befindet.

Die Frage ist nicht nur technischer oder politischer, sondern auch anthropologischer Natur“, erläutert Stéphane Degoutin.Der Dokumentarfilm begleitet auch eine Gruppe von Forschern, die ihre Labors verlassen, um im Wald Experimente zur Vernetzung durchzuführen.

Diese Wissenschaftler versuchen mit Hilfe von Wikipedia im Wald zu überleben. Im Gegensatz zu denen, die davon träumen, sich von der digitalen Welt abzukoppeln, lassen sie alles zurück, außer ihren Internet-Anschluss.

Dokumentarfilm von Gwenola Wagon und Stéphane Degoutin (F 2014, 73 Min)

 

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