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Nun war ich die letzten Tage ja in Lissabonund Anfang letzter Woche, wenige Tage vor meinem Aufenthalt in dieser wundervollen Stadt, war dann auch klar, warum es uns so schwer fiel, noch ein Zimmer zu bekommen (Flüge waren lange gebucht): der ESC (Eurovision Shit Contest) stieg in der Stadt. Ergo mutierte die Hauptstadt Portugals zum Christopher Street Day in Monstergröße und wir mitten drin. ♥️☺️🤣

Lissabon in short: Großartig. ich habe nie freundlichere, offenere Menschen getroffen. die Stadt an sich erinnert von der Atmosphäre ein wenig an Istanbul: nur ohne Schwermut, ohne Islamferz und (FAST) ohne Faschisten.

Es gelang uns mehrheitlich, vor dem ESC reißaus zu nehmen, zum Beispiel, indem wir das Land erkundeten. Ich habe dort übrigens keine Homosexuellen getroffen: nicht in Palästen, Gärten, nicht in maurischen Burgen, mittelalterlichen Städten, Kathedralen, nicht in den zahllosen Museen. Schade.

Letztere tummelten sich eigentlich nur (zu Zehntausenden) in der Shopping-area und in der (eigens installierten) ESC-Zone und den zahlreichen Gastros drumherum. Hier war in allen Gesprächen dann auch nur eines Thema: Der ESC und seine Gewinner der letzten drölf jahre. SO SEHR, dass ich von meiner Holden mehrfach gedrängt wurde, den Gesprächen dieser Menschen aus der ersten Liga der Oberflächlichkeit nicht mehr zuzuhören, weil mir zunehmend die Gesichtszüge entgleisten.

Am Sonntag, im Straßencafé wussten wir selbstredend nicht, wer diese grauenvolle Veranstaltung für sich entschieden hatte. und: Wussten es DOCH.

Denn wenn man weiß, dass der European Shit Contest schon seit geraumer Zeit eine rein politische Propagandaveranstaltung ist, dann bekommt man ein Gefühl für den jetzt inszenierten Einsatz der israelischen Spezialwaffe.

Vor Jahren noch durfte die Ukraine beim ESC das feindliche Russland mit politischen Liedchen niedersingen. für diese orchestrierte Meisterleistung erhielt die Ukraine wie selbstverständlich von allen Nato-Ländern erwartungsgemäß den European Shit Contest Award. das, WÄHREND tausende Nazis dort ihre eigenen Landsleute ermordeten. und das teilweise auf besonders kreative Weise, wie die verkohlten Opfer von Odessa demonstrierten und so war auch dieses Jahr klar, wer den zweifelhaften Sieg einfahren würde. ich lag mit meiner Vermutung im Straßencafé leider richtig.

Wobei ich erwähnen sollte, dass mir sicher öfter in Lissabons Straßen Drogen angeboten wurden, als Israel Grand Prix Punkte bekommen hat. was auch und unter anderem daran liegt, dass Portugal ein progressives Drogengesetz seit vielen jahren erfolgreich umgesetzt hat. und während ein Jens Spahn hierzulande noch darüber sinniert, dass Jesus ja wohl Wasser in Marihuana verwandelt hätte - und nicht in Wein - so er denn Ersteres bevorzugt hätte (true story) und damit die schwachsinnige Drogenpolitik Deutschlands verargumentiert... bestraft Portugal einfach Drogenbesitz nicht mehr und hat damit in den letzten Jahren die Kriminialität schlicht halbiert. aber: das ist ein anderes Thema.

Wobei bleiben wir bei *Kriminalität*, sprich: beim Staat Israel.

Seitdem Israel zumindest muskalisch integraler Bestandteil des geographischen Europa ist (warum bitte darf SYRIEN nicht teilnehmen?), dazu von der Nato wie der eigene Anus behütet wird (Seitenhieb auf die ESC-Fangemeinde) und regelmäßige Palästinenser-Shootings an der Grenze zu Gaza veranstaltet, hebt sich Israels Selbstbewusstsein UNgemein. In dieser Konstellation kann man sich durchaus einen ausgedehnten Waffengang gegen den Iran vorstellen. immerhin ist der Iran das Ziel gemeinsamer feuchter Träume, die Israel derzeit mit dem orangen Clown träumt. hier werden dann auch Vertragsbrüche (der VertragsBRUCH über den iranischen Atomdeal) in unseren Neusprechmedien als "Ausstieg aus dem Vertrag" umgedeutet. Das ist interessant. das sollte man sich merken. ab sofort gibt es also " Ausstieg aus dem Arbeitsvertrag", "Ausstieg aus dem Kaufvertrag", "Ausstieg aus dem Ehevertrag".

Die Kündigung des Atom-Deals ist die Vorbereitung, um mächtig Öl ins nahöstliche Feuer zu gießen.

Aber nicht nur bei Mord und Totschlag bemüht sich Israel, in der ersten Reihe zu stehen und dabei noch eine gute Figur abzugeben. Das wird nicht reichen. man möchte logischerweise die (Mörder)herzen der ganzen Welt erobern. soweit fortgesetzt Blut an den eigenen Händen klebt, möchte man dennoch vertrauenswürdig und attraktiv dabei wirken, so

Genau zu diesem Zweck schickte Israel im JKahr 2018 die „tapfere Soldatin“, nette Bazooka alias Barzilai an die europäische Nato-Audio-Einheizfront. dort hat die Wuchtbrumme mit der lustigen frisur (die sich gern privat in Uniform zeigt) erwartungsgemäß abgeräumt.

Übrigens auch in Lissabon. dort war SIE thema. bei allen braven ESC-Fans. nicht die gleichzeitig stattfindenden, verbrecherischen israelischen Angriffe auf Syrien, nicht die Massenerschießungen von Palästinensern durch Israelis in denselben Uniformen, die ESC-Gewinnerin *Nette* trägt.

Wenn man weiß, wie viele tausend social media propagandisten allein die isralische Armee in riesigen Propaganda-Zentren beschäftigt, wie viele millionen Euro die israelische Regierung sich diesen Sieg kosten lies, wird schnell klar, wie man diesen wichtigen Prestige-Sieg erringen konnte.

Aber hey. soweit ich das sehen konnte, interessierte das in Lissabon: NIEMANDEN. Außer mich - und ich hatte: politikverbot. 😀😘

(mossad-) mission completed, bibi.

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