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Gesellschaft
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child 334307 1280von Eberhard Wein, Stuttgarter Zeitung

Im Fall des neunjährigen Opfers eines Pädophilenrings rückt nun die Rolle des Jugendamts in den Fokus, das den Jungen jahrelang betreut hat. Erinnerungen an den Fall Alessio werden wach.

Freiburg - Wer wusste wann wie viel, und wer hat es versäumt, rechtzeitig einzugreifen? Nach der Zerschlagung eines Pädophilenrings, bei dem ein neunjähriger Junge im Raum Freiburg über mehr als zwei Jahre von seiner 47-jährigen Mutter und deren 39 Jahre altem Lebensgefährten sexuell missbraucht und anderen Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden sein soll, rückt nun auch die Rolle des örtlichen Jugendamtes in den Blick. Das Jugendamt hatte die Familie seit Jahren im Blick, um das Kind bei seiner Entwicklung zu fördern, wie ein Sprecher des Landratsamtes erklärte. Nach Polizeihinweisen auf eine sexuelle Gefährdung des Schülers konnte dieser im März 2017 zeitweise in Obhut genommen werden. Allerdings hielt diese Entscheidung vor dem Familiengericht nicht stand. Das Kind musste zurück zu seiner Mutter. Das Jugendamt habe daraufhin das Oberlandesgericht angerufen, das den Verbleib in der Familie bestätigt habe. Weitere Einzelheiten nannte das Landratsamt nicht. Auf welcher inhaltlichen Grundlage die Gerichte entschieden, ist unbekannt.

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Bild: Pixabay

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